Cyberangriff Regierungsserver: Cyberversicherung für Firmen


Das Thema Cyberangriff hat Anfang März Hochkonjunktur. Hacker sollen vermeintlich sichere Server der Bundesregierung erfolgreich angegriffen haben. Ein Umstand, der vor allem Unternehmen betrifft und die Frage nach einer Cyberversicherung aufwirft.

Cyberangriffe können Unternehmen vollständig lahm legen

Datenüberwachung

Cyberversicherung hilft nach Hackerangriff

Ein sog. Cyberangriff über das Internet ist nach den jüngst bekannt gegebenen Angriffen auf deutsche Regierungssever durch mutmaßliche russische Hacker in aller Munde. Das Netzwerk u.a. des Außenministeriums galt als (eigentlich) sicher. Es hat sich allerdings als ein Irrtum herausgestellt.

Während bei einem Schaden durch Hackerangriffe auf Server der öffentlichen Hand „irgendwie, irgendwo“ der Steuerzahler aufkommt, bleiben private Nutzer und Unternehmen auf den angerichteten Schaden durch Hacker in der Regel sitzen. Pünktlich zu den veröffentlichten Cyberangriffen auf das Netzwerk der Bundesregierung weist der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) auf die Möglichkeit einer Cyberversicherung, bzw. deren Leistungen im Schadenfall hin.

Ohne Computer und Internet kommt heute so gut wie keine Firma mehr aus, auch wenn in diversen Kreisen der Bundesregierung das weltweite Netzwerk nach wie vor „Neuland“ bedeutet. Der bisherige Fortschritt der Datenverarbeitung birgt neben den überaus großen Vorteilen auch gravierende Risiken. Was früher ausschließlich in Papierform in den Aktenordner landete, ist heute in vielen Fällen nur noch als Datenpaket auf der Festplatte aufrufbar. Für Unternehmen können daher erfolgreiche Hackerangriffe nicht nur riesen Ärger, sondern auch den Ruin bedeuten.

Eine Cyberversicherung kann das Unternehmen vor einer Existenzbedrohung durch Hackerangriffe bewahren. Im Schadenfall zahlt die Cyberversicherung eine vertraglich vereinbarte Entschädigung. Zu den Schäden zählen vor allem komplette Ausfälle aufgrund von in das Computersystem eingeschleuste Schädlinge (Viren, Trojaner).

Mögliche Leistungen einer Cyberversicherung

Folgende Leistungen bietet lt. GDV eine Cyberversicherung:

  • Finanzieller Ausgleich bei Unterbrechungen des Betriebes
  • Kostenübernahme von Schäden an Dritten
  • Kostenerstattung für Datenwiederherstellung
  • Übernahme der IT-Forensik
  • Übernahme der Kosten für Callcenter und Krisenkommunikation
  • Angebot einer rechtlichen Beratung bei Datenschutzverletzungen

Eine Cyberversicherung bietet u.a. Serviceleistungen an, falls der Betrieb nicht in der Lage ist, den durch einen Hackerangriff verursachten Schaden am System selbst zu beheben.

Voraussetzungen für eine Cyberversicherung

Für den Abschluss einer Cyberversicherung verlangen die Versicherer diverse Mindeststandards. Das sei nichts Ungewöhnliches, da auch niemand seinen Hausrat versichern könne, wenn keine abschließbare Wohnungstür vorhanden ist, so der GDV. So müssen Kunden einer Cyberversicherung z.B. einen Virenschutz im System installiert haben, regelmäßige Datensicherungen durchführen und die Zugänge von Mitarbeitern an sensible Daten individualisieren.

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