Facebook wegen veröffentlichter Dokumente unter Druck?


Neu veröffentlichte Dokumente sollen belegen, dass es Facebook mit dem Datenschutz nicht sehr genau nehme und die Daten seiner Nutzer in Bares umgewandelt werden.

Veröffentlichung Facebook-Dokumente als „Retour-Kutsche“

Zuckerberg

Facebook-Chef Zuckerberg dürfte kaum beunruhigt sein

Die Social-Plattform Facebook gerät abermals ins Visier von Datenschützern und dürfte auch diesesmal wieder ein Ziel der von manchen Politik-Akteuren geäußerten Kritik werden. Der Skandal rund um Cambridge Analytice, bei denen die Daten von zig Facebook-Nutzern abgegriffen wurden, ist noch lange nicht ausgestanden. Ein britischer Parlamentarier legte nun interne Dokumente des Internet-Riesen vor, welche auch die Wettbewerbsaufsicht auf den Plan rufen könnte.

Diese Dokumente enthalten lt. Wirtschaftswoche u.a. E-Mails, aus denen hervorginge, dass Facebook-Chef Mark Zuckerberg im Jahr 2013 die Entscheidung billigte, der Video-App „Vine“ den Zugang zu Facebook zu versperren. Diese App diente u.a. zum Auffinden von Freunden.

Darüber hinaus seien in den Dokumenten Angaben über diverse Überlegungen enthalten, für den Datenzugang der Software-Entwickler als Vergütung Geld oder Nutzerdaten zu verlangen.

Facebook bezeichnete die beim Rechtsstreit mit App-Entwickler Six4Three präsentierten Dokumente als irreführend. Die Realität sei nicht vollständig wiedergegeben.

Offenbar handelt es sich mit den nun veröffentlichten Dokumenten lediglich um einen Ausschnitt des Gesamten. Offiziell sind diese Unterlagen im Rahmen des Gerichtsverfahrens in den USA unter Verschluss. Der Digitalausschuss des britischen Parlaments bekam lt. Wirtschaftswoche nur einen Teil davon ausgehändigt. Mit der Veröffentlichung dieses Ausschnitt antwortete der Ausschussvorsitzende Damian Collins auf das beharrliche Schweigen von Facebook trotz mehrmaliger Aufforderung für eine Anhörung in London.

Wäre die Umwandlung von Nutzer-Daten in Bares durch Facebook wirklich eine Überraschung? Das ist schließlich ein Teil des Geschäftsprinzips dieses Unternehmens, wie auch die Umwandlung von Einwohnerdaten in Bares durch die Einwohnermeldeämter.

Umschuldungskredite

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