Zahl „stille SMS“ für Handyortung stark gestiegen


Immer mehr Handys und Smartphones sowie deren Bersitzer geraten immer mehr ins Visier der deutschen Geheimdienste. Die Anzahl der verschickten „stillen SMS“ stieg im Jahr 2017 rasant an.

VS verschickte 2017 massenweise stille SMS zur Handyortung

Mobilfunknetz

Stille SMS für die verdeckte Handyortung

Immer mehr Besitzer von Handys und Smartphones geraten ins Visier des deutschen Inlandsgeheimdienstes „Verfassungsschutz“ (VS). Die Behörde nutzt die Möglichkeit der Handy-Ortung durch das Versenden einer „stillen SMS“. In der zweiten Jahreshälfte 2017 schickte der VS rund 180.000 solcher „Ortungs-Pings“ an vermeintlich verdächtige Handy-Besitzer, so die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion, wie Handelsblatt (Mittwoch) berichtet.

Ein Jahr zuvor „begnügte“ sich der VS innerhalb des gleichen Zeitraums mit rund 144.000 stillen SMS. Mit dem Auspähen der zu Verdächtigen erklärten Personen stehen aber die „Verfassungsschützer“ nicht alleine da. Das Bundeskriminalamt (BKA) setzte demnach ebenso auf die Möglichkeit einer Ortung durch den Versand von rund 22.000 stillen SMS im zweiten Halbjahr 2017. Ein Jahr zuvor gingen vom BKA rund 17.000 heimlicher Kurzmitteilungen raus.

Für den Geheimdienstexperten Patrick Sensburg (CDU) sei das Ausspähen von vermeintlich Verdächtigen gerechtfertigt. Demnach nutzten Kriminelle und Terroristen vermehrt Endgeräte mit Prepaidkarten. So seien bei Hausdurchsuchungen im Bundesgebiet sowie in Syrien und im Irak mehrere hundert SIM-Karten gefunden worden, die u.a. als Zünder dienen sollen. Die angestiegende Zahl von stillen SMS für die Handyortung sei die Konsequenz der stark angestiegenen Zahl der sich im Umlauf befindlichen SIM-Karten.

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