Private TV-Sender entwickeln eigene Gebührenstrukturen


Die angesammelten Milliarden aus abgezwungenen Rundfunkbeiträge wecken Begehrlichkeiten bei den Privaten. Da der Zugriff in die vollen Töpfen verwehrt ist, werden eben eigene Gebührenstrukturen entwickelt. Vermeintlich kostenloses Fernsehen wird nach und nach abgeschafft.

Finanzierung durch Werbung und Gebühren

TV

Private Sender wollen ebenfalls Gebühren kassieren

Bis vor wenigen Jahren zahlten die Haushalte an die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten eine GEZ-Gebühr. Allerdings nur, wenn ein entsprechendes „empfangsfähiges“ Gerät vorhanden war. Die GEZ war auch dann fällig, wenn der Konsument lediglich die „kostenlosen“ Privat-Sender einschaltete. Mit dem Start des Rundfunkbeitrages stellte sich die Frage erst gar nicht mehr, ob TV oder Radio vorhanden sind. Pro Haushalt eine (Zwangs-) Abgabe, fertig. Kostenfreies Fernsehen ausgeschlossen.

Privatsender bleiben außen vor. Der Milliarden-Topf des Rundfunkbeitrages ist lediglich ARD, ZDF und Deutschlandfunk vorbehalten. RTL, Pro7, Sat1 und Konsorten müssen sich weiterhin über Werbeeinnahmen selbst finanzieren. Reines Pay-TV ist in der Bundesrepublik eine Ausnahmeerscheinung und dazu zählt z.B. Sky.

Die Zeiten des „kostenlosen“ Privatfernsehens scheinen aber gezählt. Mit dem Start des neuen Sende-Standards DVBT-2 HD bleiben die Sendungen der Privaten ohne die Entrichtung einer Gebühr von 69 Euro pro Jahr dunkel. Die 19 Angebote der privaten Sender RTL, Pro7 und Sat1 werden kostenpflichtig, wie RP-Online berichtete.

Im Gegensatz zu den Rundfunkbeiträgen der öffentlich-rechtlichen Anstalten haben die Konsumenten bei den Angeboten der Privatsender allerdings noch die Wahl, ob die ausgestrahlten Sendungen eine zusätzlich Gebühr Wert sind. Keine Wahl haben die Haushalte, die auf eine herkömmliche Antennenanlage für den Empfang von DVBT-2 angewiesen sind. Hierüber senden die Privaten ausschließlich in HD-Qualität und somit kostenpflichtig. Über eine Satelliten-Empfangsanlage bleibt den Haushalten noch die Wahl zwischen „normaler Qualität“ in SD und dem hochauflösenden HD. Ersteres ist bis mindestens 2022 kostenfrei. Für HD sind wiederum Dekoder und jährliche Kosten von über 70 Euro fällig.

Der Trend ist dennoch klar. „Kostenlos“ wird es in Zukunft voraussichtlich nicht mehr geben. Selbst wer vollständig auf ein Empfangsgerät verzichtet, muss schon heute jeden Monat knapp 18 Euro abdrücken.

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