Griechenland: IWF relativiert Schuldenschnitt zu Erleichterung


Die Bundesregierung stemmt sich nach wie vor gegen einen Schuldenschnitt für Griechenland. Zumindest noch vor der Bundestagswahl 2017. Der IWF versucht offenbar den zu offenkundigen Schuldenerlass durch eine „Erleichterung“ der Schuldenlast Athens zu relativieren.

Kein Schnitt, nur eine Erleichterung

Rettungsschirm

Rettungsschirm gilt den Gläubigern

Bisher hält sich der Internationale Währungsfonds (IWF) aus Zuzahlungen zum dritten sog. Hilfspaket für Griechenland heraus. Das hoch verschuldete EU- und Euro-Mitgliedsland braucht dringend weitere finanzielle „Hilfe“, um fällig werdende Altschulden begleichen zu können.

In den ersten beiden „Hilfsprogrammen“ ist der IWF noch involviert. Eine Beteiligung an der dritten Auflage von über 80 Milliarden Euro komme für den Fonds nur in Frage, wenn ein Schuldenschnitt durchgeführt wird.

Allerdings relativiert IWF-Chefin Christine Lagarde, die im Dezember 2016 trotz einer nachgewiesenen Fahrlässigkeit mit einem Millionenschaden aufgrund ihrer „hohen Position“ straffrei ausging, den im Raum stehenden Schuldenschnitt zu einer eigentlichen „Erleichterung“. Für die IWF-Chefin handelte es sich nicht um einen geforderten Schuldenerlass für Griechenland, sondern um eine erhebliche Verlängerung der Kreditlaufzeiten und eine Ratenzahlung für die Zinsen.

Die Streckung der Laufzeit über Jahrzehnte hinaus kommt allerdings nichts anderes als einem Schuldenschnitt gleich. Gemäß der von der Europäischen Zentralbank (EZB) anvisierten „Ideal-Inflation“ (=Stabilität !) von knapp 2 Prozent kann der Geldwertverlust ohne Inflationsausgleich durchaus mit einem Schuldenschnitt gleichgesetzt werden. Für die Stundung der fälligen Zinsen bedarf es darüber hinaus auch die Zustimmung der sog. Geldgeber (eigentlich Investoren).

So kurz vor der Bundestagswahl 2017 käme ein glatter Schuldenschnitt für Griechenland der derzeitigen Bundesregierung aus Union und SPD äußerst ungelegen. Mit dem Schuldenerlass wäre der wohl mindestens grob fahrlässige Umgang mit Steuergeldern (das der Wähler) zu offenkundig.

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