Konjunktur 2018: Experten passen sich Wirklichkeit an


Die Wirtschaftsexperten verschiedener Institutionen sowie des Bundeswirtschaftsministeriums eilen wiederholt mit ihren Prognosen der eingetretenen Wirklichkeit nach. Reihenweise korrigieren sie ihre bisherigen Voraussichten durch neu aufgestellte Thesen nach unten.

Neue Voraussagungen basierend auf Momentaufnahmen

Weissagung

Ökonomen: Experten der Kristallkugel

Die Entwicklung der deutschen Wirtschaft folgte nicht den Prognosen zahlreicher Ökonomen, sondern ging eigene Wege. In regelmäßigen Abständen müssen Wirtschaftsinstitute und verantwortliche Politiker im Ministerium altgediente Weissagungen durch neuen Kaffeesatz auswechseln.

Ganz oben in den Türmen der Verkündungen sitzen als Muezzin das Münchner ifo Institut sowie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und beide treten mit gleicher Regelmäßigkeit immer wieder durch Realitätsanpassungen hervor. So senkte am Donnerstag das ifo Institut die bisherige Konjunkturprognose für das laufende Jahr 2018 von im Frühjahr aufgestellten 2,6 Prozent über 1,8 Prozent auf aktuell 1,9 Prozent Wachstum ab. Der Grund: „Die Wirtschaft hat sich in den ersten Monaten des Jahres deutlich schlechter entwickelt als gedacht.“

Anders gedacht hatten es sich auch die Experten des DIW. Bis zum Juni 2018 sahen die Ökonomen des Instituts ein Wirtschaftswachstum von 2,4 Prozent bis Ende 2018. Im Anschluss rutschte diese mit dem Daumen angepeilte Latte auf 1,9 Prozent ab. Heute wurde der Wert um weitere 0,1 Punkte abgesenkt.

Das Wirtschaftsministerium tappt offenbar im Dunkeln. Demnach ist das Auftragsvolumen für die deutsche Industrie im Juli 2018 „überraschend“ um 0,9 Prozent gesunken, statt um über 1 Prozent gestiegen wie erwartet. Warum das Ministerium nach einem Rückgang um 3,9 Prozent im Vormonat von einer immerhin abgeschwächten Form der Stagnation dennoch überrascht ist, steht in den Sternen. Die Begründung, „dabei dürften die weltweiten Verunsicherungen durch Handelskonflikte eine Rolle gespielt haben“, zeugt auch nicht gerade von einem soliden Standpunkt zu den Dingen.

Nun wird erneut Anlauf genommen, um eine „solide“ Voraussage zu den (globalen) Wirtschaftsentwicklungen gemäß „es wird so eintreffen, wenn es so bleibt wie es gerade ist“, zu verkünden.

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