Konjunkturprognose: IWF muss wegen Brexit erneut korrigieren


Der Internationale Währungsfonds (IWF) muss wegen der Brexit-Entscheidung die bisher gestellten Konjunkturprognosen korrigieren. Selbstverständlich geht es mit dem voraussichtlichen Wachstum der deutschen und britischen Wirtschaft nach unten.

Überraschungseffekt Brexit: IWF muss nachfeilen

Weitblick

IWF erneuert messerscharfe Konjunkturprognosen

Alle in den vergangenen Monaten von den Ökonomen und Instituten gestellten Prognosen zur künftigen Wirtschaftsentwicklung haben etwas gemeinsam. Sie korrigieren sich selbst ständig nach unten. So auch die jüngste Weissagung zur deutschen Konjunktur durch den Internationalen Währungsfonds.

Wie immer entwickelte sich zwischen der letzten Prognose und der neuesten Weitsicht irgendetwas anders als gedacht, oder es kam etwas dazwischen. Die Weissagungen der Wirtschaftsexperten gehen schließlich immer davon aus, dass die Dinge so bleiben, wie sie gerade sind.

Dieses Mal kam ein „Brexit“ daher. Aufgrund des voraussichtlichen Austritts Großbritanniens aus der EU sieht sich der IWF dazu gezwungen, die bisherige „Voraussagung“ zur Konjunktur der deutschen Wirtschaft nach unten zu korrigieren. Da Großbritannien zu den wichtigsten Handelspartner der „Export-Nation“ zählt, geht der Fonds nun von fast einem halben Prozentpunkt geringerem Wirtschaftswachstum als bisher angenommen aus. Im Jahr 2016 werde das Wachstum 1,6 Prozent und im kommenden Jahr 1,2 Prozent betragen.

Für die Wirtschaft Großbritanniens sieht es nach Einschätzung des IWF noch „finsterer“ aus. Das Wachstum werde nun voraussichtlich um einen ganzen Prozentpunkt langsamer voranschreiten.

Der Weitblick kann natürlich nur solange aufrechterhalten bleiben, bis sich die Dinge wieder einmal ändern. Brexit ist entschieden, aber der Austritt noch lange nicht vollzogen. Es scheint noch nicht einmal klar zu sein, wann das Austrittsverfahren von UK definitiv eingeleitet wird. Es werden Zeiträume genannt, aber diese wohl nur als grobe Orientierungspunkte, alles rein unverbindlich. Am Ende wächst wohl Gras über die Sache. Zu einem wunderlichen Aufschwung dürfte es aber nicht mehr kommen, da bis dahin die nächste Bankenkrisen-Bombe schon detoniert sein dürfte. Damit hätte sich das dramatische Brexit-Thema auch erledigt.

Umschuldungskredite

Bild: CC0 1.0 Universell

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