Sturm? An den Märkten braut sich was zusammen


An den Märkten braut sich etwas zusammen. Die Konjunktur im Bundesgebiet scheint nun in Stottern zu geraten, der Stimmungsindex des ifo Instituts sank im Oktober 2018 ab, die Auftragslage im Bauhauptgewerbe erhielt auf kurzfristige Sicht einen Rückschlag und die internationalen Gefüge bekommen starke Risse.

Wirtschaft folgt den Aktienmärkten etwas „verfrüht“

Tornado

Der Sturm könnte ziemlich heftig werden

Das Münchner ifo Institut meldete am Donnerstag einen im Oktober 2018 zurückgegangenen Geschäftsklimaindex. Mit einem aktuellen Stand von 102,8 Punkten ging die Stimmung bei den Manager-Etagen der rund 9.000 befragten Unternehmen stärker zurück als ursprünglich angenommen. Im Vormonat September lag der Index bei 103,7 Punkten.

Die Statistikeinrichtung Destatis veröffentlichte ebenfalls heute die Entwicklung bei der Auftragslage im Bauhauptgewerbe. Zwar stiegen die Auftragseingänge im Dreimonats-Vergleich (+0,7 %) sowie in den ersten acht Monaten (+3,0 %) gegenüber dem gleichen Vorjahres-Zeitraum prägnant an, aber der Vergleich August 2018 gegenüber dem Vormonat weist einen leichten Rückgang um 1,2 Prozent auf.

Es scheint, als wenn eine insgeheime Marktregel umgangen wird. Die Wirtschaft folgt der Entwicklung an den Aktienmärkten meist mit einem zeitlichen Versatz von rund einem Quartal. Die Dellen in der Konjunktur, sogar im boomenden Bauhauptgewerbe, wollen die drei Monate offenbar nicht abwarten. Marktteilnehmer zeigen sich ohnehin zunehmend nervöser. Dies zeigt sich vor allem im großen Umschwung am Gold-Terminmarkt und dem steigenden Goldpreis.

Italiens Haushaltsplan wurde von Brüssel abgeschmettert, die Banken des „geretteten“ Griechenlands wanken und der Ablauf des ungeliebten Brexits steht noch in den Sternen. Die internationalen Märkte werden von gegenseitig verhängten Sanktionen durchzogen und ganz nebenbei geriet auch noch der „große Vetter“ Saudi-Arabien ins Visier der USA.

Glückseligkeit verspricht dagegen der kürzlich veröffentlichte Bericht über das weltweit angestiegene Vermögen. Bei so viel zusätzlicher Anhäufung kann es gar nicht so schlecht laufen. Allerdings wird dabei gerne unterschlagen, dass die Schulden um den gleichen Betrag angestiegen sind. Inzwischen auf über 300 Billionen US-Dollar.

Es brodelt und zwar gewaltig.

Umschuldungskredite

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