Wirtschaftsprofessoren appellieren gegen Haftungsunion


Über 150 Wirtschaftsprofessoren appellieren gegen die Schaffung einer europäischen Haftungsunion. Die Vergemeinschaftung der Schulden der Euroländer berge hohe Risiken für die Bürger.

Geldpolitik der EZB dürfe nicht weiter politisiert werden

Haftungsunion

Macron und Juncker wünschen sich Haftungsunion

Mit den in der Eurozone schon bestehenden Banken- und Währungsunionen sei das Ende der Fahnenstange bereits erreicht. Eine Haftung für die Schulden anderer Länder dürfe keinesfalls umgesetzt werden. Insgesamt 154 Wirtschaftsprofessoren schlossen sich zusammen, um ein Appell an die Politiker in Brüssel zu richten. In einem Gastbeitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung plädieren die Ökonomen gegen die Schaffung einer Haftungsunion. „Die in der Berliner Koalitionsvereinbarung erwähnten Vorschläge des französischen Präsidenten Macron und des EU-Kommissionschefs Juncker bergen hohe Risiken für die europäischen Bürger“, so der ehemalige Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn im Schreiben.

Die Haftungsunion sehe nach den Vorstellungen Macrons einen europäischen Finanzminister vor. Dies könne jedoch zu einer noch stärkeren Politisierung der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) führen. Bereits jetzt kämen die massiven Anleihekäufe der EZB einer „Staatsfinanzierung über die Zentralbank gleich“, so im Appell.

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