EU-Kommission wirft Blicke in die Papiere der Öl-Konzerne


Ölkonzerne in Europa gerieten ins Visier des EU-Kartellamtes und mussten die Pforten für Durchsuchungen in drei Ländern öffnen. Verstoß gegen das Kartellrecht und Manipulationen am Ölpreis lauten die Vorwürfe der ersten Verdachtsmomente.

Öl-Multis: “Wir machen uns die Welt, wie sie uns gefällt”

Ölpreisbildung

Ölmarkt & Preise: Trügerische Idylle

Sieh an! Tatsächlich stehen diverse Öl-Multis unter den “Erst-” Verdacht, die Ölpreise dahingehend beeinflusst zu haben, um ihnen einen finanziellen Vorteil zukommen zu lassen. Den Preis für den Differenzausgleich zum Normalzustand hätten die Verbraucher zu zahlen gehabt.

Die EU-Kommission schickte am Mittwoch zahlreiche Ermittler in die Räume verschiedener Öl-Konzerne in drei Ländern des EU-Gebiets. Es galt vorweg ggfs. auffindbares Beweismaterial zu sichern, die auf Einflussnahmen auf die Preise diverser Rohölprodukte hinweisen könnten. Dass es sich u.a. um die Preise von Ölkraftstoffen und Biokraftstoffen handelt, könnte so manchem Autofahrer ein “Aha!” im Gedanken hervorrufen.

Doch derzeit steht noch nichts fest. Dennoch hegt die EU-Kommission den Anfangsverdacht, dass da etwas nicht mit rechten Dingen zugehen könnte. Die Ölkonzerne bedienen sich den sog. Preisagenturen, um sich auf einen Preis für Ölprodukte zu “einigen”. Vordergründig werde jedoch angezweifelt, dass sich die Ölfirmen getreu an die Festlegungen des Europäischen Kartellamts halten. So steht z.B. im Raum, dass sich die “Platzhirsche” des Marktes in den Preisagenturen über alle Gebühr breit einrichteten, um die Teilnahme anderer Unternehmen für die Preisfestlegungen zu unterbinden.

“Offiziell mit dabei” sind Shell und BP. Diese haben bereits die Ermittlungen seitens der EU-Behörden bestätigt, aber ebenso deren “vollsten Mitarbeit” bei den Ermittlungen.

Wo Öl fließt, bildet Geld automatisch deren Einzäunung. Besonders der Ölmarkt besitzt zahlreiche Ansatzpunkte für große Hebel. Hier können kleinste Veränderungen an den Basiswerten zu enormen Ausschlägen bei den Preisbildungen führen. Natürlich nicht zum Nachteil der Konzerne, schließlich gibt es Millionen Autofahrer und die teilen sich den Gesamtpreis in kleine Stückchen auf.

Sollten tatsächlich aktive Ölpreismanipulationen festgestellt werden, ob sich dann etwas an den “Preissprüngen” bei den Zapfsäulen zu den Osterferien, Pfingstferien, Weihnachtsferien und Sommerferien ändern wird?

Hier zumindest die Fakten aktueller Heizölpreise!

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