Für Heizölmarkt turbulentes Jahr neigt sich dem Ende zu


Ein für den deutschen Heizölmarkt relativ turbulentes Jahr neigt sich dem Ende zu. Nach kräftigem Auf und Ab schweben Rohöl- sowie Heizölmärkte Mitte Dezember in einer eher orientierungslosen Position. Die schwächelnde Konjunktur könnte jedoch die Oberhand gewinnen und damit für wieder fallende Heizölpreise sorgen.

Wohl wirkunslose Maßnahmen gegen fallende Ölpreise

Rohölpumpe

Druck auf Ölmärkte bleibt bestehen

Nach Wochen der steil aufsteigenden Heizölpreise folgte der erneute Niedergang. Allerdings erreichten die Heizölpreise im fortgeschrittenen Herbst 2018 noch lange nicht das bisherige Tiefstand-Niveau des Jahres bei ca. 55,70 Euro Anfang Februar. Aktuell bewegen sich die bundesweit durchschnittlichen Heizölpreise im Bereich von 70 Euro pro 100 Liter. Darüber hinaus beschreiben auch die Statistiken von Destatis und Eurostat im Bezug zur jährlichen Teuerungsrate nach wie vor den Energie-Anteil als die antreibende Kraft überhaupt.

Nach der jüngsten Vereinbarung zwischen dem Kartell der Erdöl fördernden Länder (Opec) und deren angeschlossenen Nicht-Mitgliedern, die tägliche Fördermenge zu drosseln, scheinen die Ölmärkte wieder etwas Auftrieb gefunden zu haben. Russland meldete bereits eine “aktive” Drosselung der Ölproduktion. Brent (Nordsee-Öl) und WTI (US-Öl) befinden sich seither im leichten Aufwind.

Der Grund für die Förderdrosselung ist auch zugleich der stärkste Widersacher gegen deutlich ansteigende Ölpreise. Die globale Konjunktur. Gemäß den offiziellen Statistik-Abteilungen und zahlreichen Wirtschaftsinstituten zieht derzeit eine dunkle Wolke nach der anderen auf. Bisher aufgestellte Prognosen wurden reihenweise nach unten korrigiert. An den Aktienmärkte ist ebenfalls eine Trübsal-Stimmung abzulesen. Eine stockende Wirtschaft geht beinahe automatisch auch in fallende Ölpreise einher, da die Nachfrage entsprechend in den Keller fällt.

Niedrigwasser verhinderte Preisabrutsch im Spätsommer?

Das “große Preisabrutschen” fiel vornehmlich für Heizölkunden in der Bundesrepublik im Spätsommer jedoch aus. Vorgeschobener Grund waren die niedrigen Wasserpegel der Haupttransportwege für Schiffe. Besonders der Rhein soll derart wenig Wasser geführt haben, dass die Schiffe wegen Tiefgang nur noch teilweise befüllt werden konnten. Zum Ausgleich mussten mehr Schiffe eingesetzt werden und dies habe die Preise entsprechend in die Höhe getrieben. Abzulesen auch an den Zapfsäulen der Tankstellen. Warum die “Preisexplosionen” in den Ländern Österreich, Belgien und Luxemburg jedoch ausblieben, ist bis heute ein großes Geheimnis. Offenbar verfügen die Länder insgeheim über “Privat-Pipelines” und sind dementsprechend unabhängig von den “wässernen” Verkehrswegen bis zum Atlantik.

Eine klare Richtung bei den Heizölpreisen ist derzeit nicht zu erkennen. Schlechte wie auch gute Botschaften wirkten sich bisher nur für kurzfristige Zeit auf die Märkte aus. Wahrscheinlicher ist es, dass die faktisch stagnierende Konjunktur die Oberhand gewinnen wird als kurzfristig beschlossene Gegenmaßnahmen.

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