Millionen Haushalte werden 2019 höhere Heizgaskosten haben


Millionen Haushalte werden ab 2019 mehr für Heizgas bezahlen müssen. Gestiegene Einfuhrpreise zwingen Gasversorger zu teils drastischen Preisanhebungen.

Heizgaspreise steigen 2019 um bis zu 13 Prozent an

Öko-Energie

Gestiegene Energiepreise schlagen auf Gaskosten durch

Die Phase des 5-jährigen Preisrückgangs bei Heizgas wird mit dem Beginn 2019 ein Ende finden. Voraussichtlich werden die Preise für Gas im kommenden Jahr wieder ansteigen, so das Vergleichsportal Verivox. Zum Jahreswechsel werden demnach mehrere hundert Grundversorger die Gaspreise nach oben ziehen.

Eine Marktanalyse des Portals ergab, dass von 710 Grundversorgern für Erdgas 224 Versorger für die Monate Dezember und Januar Preiserhöhung ankündigten. Der Verteuerung wird im Schnitt bei 7,7 Prozent liegen. Davon betroffen sind im Bundesgebiet rund 11 Millionen Haushalte. Verivox berechnete für ein Haushalt im Einfamilienhaus mit einem Verbrauch von 20.000 kWh pro Jahr einen Zuschlag von rund 97 Euro im Jahr 2019. Allerdings werden 11 Gasversorger die Preise absenken und zwar um 9,3 Prozent im Schnitt.

Die deutlichsten Preisanhebungen wird es demnach in den Bundesländern Sachsen-Anhalt (9,3 %), Brandenburg (9,5 %), Niedersachsen (10,1 %) und in Rheinland-Pfalz (13 %) geben. Grund für die teils deftigen Preiserhöhungen für Heizgas seien die an die Kunden weitergereichten Beschaffungskosten.

Zahlreiche Versorger seien aufgrund der zuletzt stark angestiegenen Einkaufspreise dazu „gezwungen, die höheren Kosten an ihre Kunden weiterzugeben“, so der Energieexperte bei Verivox, Mathias Köster-Niechziol.

Lt. den Angaben des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle sind die Einfuhrpreise für Erdgas in den vergangenen drei Jahren um 40 Prozent gestiegen. Die Preise an den Börsen folgten der gleichen Richtung. Zwischen September 2016 und September 2018 sind die Börsenpreise für Erdgas lt. Destatis um ca. 38 Prozent angestiegen.

Köster-Niechziol rät die Erdgaskunden zum Wechsel des Versorgers. „Wer in diesen Tagen eine Preiserhöhung bekommt, sollte den aktuellen Vertrag kündigen und zu einem günstigeren Gastarif wechseln“, so der Energieexperte. In der Regel reicht für das Sonderkündigungsrecht eine formlose Textnachricht an den gegenwärtiger Gasversorger. Kunden, die sich bisher noch nie um einen günstigeren Anbieter kümmerten, steht ein Einsparpotenzial von derzeit aktuell bis zu 540 Euro pro Jahr in Aussicht.

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