Steigende Heizölpreise legen Mitte März 2015 einen Zwischenstopp ein


Im März 2015 haben sich die seit Jahresanfang gestiegenen Heizölpreise zwar etwas stabilisiert, aber das Potenzial für weiter hochkletternde Kosten ist sehr groß.

Heizölpreise können fast nur noch nach oben abwandern

Ölpreise

Heizölpreise tendieren klar nach oben

Das bisherige Jahrestief von 51,66 Euro pro 100 Liter Heizöl wurde bereits Mitte Januar 2015 durchschritten. Seit dem ging es mit den Heizölpreisen nur noch bergauf.

Der “Schuldige” für steigende Heizölkosten ist sehr schnell identifziert. Die Europäische Zentralbank (EZB) und ihre Geldpolitik. Während die Rohölmärkte über die Wochen hinweg im Umfang nur relativ geringe Preisschwankungen produzierten, kannte der Euro nur eine einzige Richtung. Geradewegs nach unten.

Mit der EZB-Ratssitzung im Januar und die Ankündigung der im März startenden Anleihekäufe wurde der Startschuss einer historisch einmaligen Rutschpartie abgegeben. Der Schlusspunkt des vom EZB-Chef Mario Draghi ausgesprochenen Satzes war gleichzeitig der Startknopf für eine einsetzende Flucht aus dem Euro.

Im vergangenen Jahr bewegte sich die Gemeinschaftswährung eine ganze Zeit lang im Bereich von 1,35 Dollar. Heute tummelt der Euro zwischen 1,05 und 1,06 Dollar herum, nach dem die Abwärtsfahrt mit dem Beginn der Anleihekäufe am 09. März noch so richtig Schwung aufnahm.

So tief konnten die Ölpreise gar nicht fallen, um die Wechselkursverluste des Euros gegenüber dem US-Dollar abzufangen. Inzwischen stiegen die durchschnittlichen Heizölpreis auf knapp 64 Cent pro 100 Liter an.

Der Ausblick nach Vorne gibt eigentlich nur weiter steigende Heizölkosten frei.
Die Gemeinschaftswährung tendiert zur Parität mit dem US-Dollar (1:1-Verhältnis) und droht sogar noch weiter abzurutschen. Zusätzlich scheint die sture Haltung des OPEC-Führungslandes Saudi Arabien in der Ölpolitik etwas aufzuweichen. Das Königshaus rechnet mit Ölpreisen von rund 80 US-Dollar noch in diesem Jahr. Darüber hinaus legte Saudi Arabien bereits Hand an so manche Preisgestaltung für die Rohöl-Abnehmer. Es fehlt nur noch die tatsächliche Reduzierung der Ölfördermengen und damit wäre der Weg für steigende Ölpreise frei geräumt.

Bis zum Jahreshoch 2014, rund 81,6 Cent pro 100 Liter, ist aber noch ein relativ weiter weg.

Tipp! Aktuelle Heizölpreise für Lieferungen vor Ort vergleichen.

Verivox - Strom- und Gaspreise vergleichen

Tarifomat24.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.