ifo-Studie: Öko-Umlage könnte bei 6,5 Ct. verbleiben


Der Anstieg der Öko-Umlage könnte bei der Marke von 6,5 Cent pro kWh festgefroren werden. Eine Studie des Münchner ifo-Instituts zeigt auf, dass die Kreditaufnahme einen weiteren starken Anstieg der EEG-Umlage für Privathaushalte vermeiden könnte.

Ab 2029 werden Umlage-Einnahmen die Ausgaben übersteigen

Öko-Energie

Öko-Umlage könnte bei 6,5 Ct. eingefroren werden

Die Kosten für die Energiewende werden unweigerlich weiter ansteigen und zu bezahlen hat es der Endkunde. Bis zum Jahr 2025 könnte die EEG-Umlage über 9 Cent pro kWh hinaus ansteigen, so die Kalkulation von IW Köln. Doch eine höhere Belastung für die nicht privilegierten Stromkunden könnte gedeckelt werden, so eine Studie des Münchner ifo-Instituts. Wenn die Finanzierunglücken bei der Energiewende durch Kreditaufnahmen eines „Streckungsfonds“ bis 2028 ausgeglichen würden könnte die Öko-Umlage bei 6,5 Cent pro kWh eingefroren werden. Die Tilgung des Kredits erfolgte bis zum Jahr 2038.

Das ifo-Institut erstellte ein Gutachten für das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie. „Ein Einfrieren der EEG-Umlage ist rechnerisch denkbar; ob die Politik diese Glättung der Umlage und Verschiebung von Lasten in die Zukunft will, muss sie selbst entscheiden“, so Karen Pittel, Leiterin des ifo Zentrums für Energie, Klima und erschöpfbare Ressourcen.

Für die Studie setzte das ifo-Institut drei Szenarien an, die sich untereinander von den angenommenen Entwicklungen des Großhandels-Strompreises unterschieden. Im Szenario mit einem mittleren Großhandels-Strompreis steigen die Strompreise (inflationsbereinigt) von derzeit 3,18 Cent pro kWh auf 6,0 Cent im Jahr 2050 an. Bei dieser Entwicklung sind die jährlichen Ausgaben für das EEG bis zum Jahr 2028 höher als die Einnahmen, so das Institut. Diese Lücke in der Finanzierung müsse durch die Aufnahme eines Kredits geschlossen werden.

Die kumuliert verzinste Kreditaufnahme würde das maximale Volumen von gut 29 Milliarden Euro im Jahr 2029 erreichen. In den Jahren danach würden die Umlagen-Einnahmen die Differenzkosten erstmals übersteigen.

Derzeit beträgt die Öko-Umlage für Privathaushalte und nicht privilegierte Firmen 6,35 Cent pro kWh.

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