Bedarf Import-Strom im 1. Halbjahr 2020 angestiegen


Der Anteil des aus erneuerbaren Energien gewonnene Strom ist im ersten Halbjahr 2020 auf über die Hälfte angestiegen. Gleichzeitig stieg allerdings der Bedarf an vom Ausland importierten Stroms ebenfalls deutlich an.

Mehr Wind und Sonne – Auch mehr Import-Strom

Solarstromanlage

Mehr Strom aus Frankreich benötigt

Mehr als die Hälfte des im ersten Halbjahr 2020 erzeugten Stroms im Bundesgebiet wurde anhand sog. erneuerbarer Energien gewonnen. Wie Destatis am Freitag mitteilte, lag der Anteil der erneuerbaren Energien mit 128,4 Milliarden Kilowattstunden (kWh) bei 51,8 Prozent. Ein Jahr zuvor lag der Anteil im gleichen Zeitraum bei 43,4 Prozent.

Der Wind wehte in den Monaten Januar bis Ende Juni offenbar häufiger und kräftiger als ein Jahr zuvor. Der Anstieg der aus Windkraft erzeugten Stromenergie stieg um 12,9 Prozent an. Die Windkraft war mit einem Anteil von 29 Prozent die größte Stromquelle im Bereich der erneuerbaren Energien. Photovoltaik spielte ebenfalls eine wichtige Rolle, da neben mehr Wind auch die Somme häufiger schien. Auf Jahressicht stieg der Stromanteil aus Photovoltaik um 9,9 Prozent an.

Im gleichen Zeitraum sank die aus konventionellen Mitteln erzeugte Stromenergie um 22,6 Prozent ab. Dabei gingen die Anteile von aus Kohle erzeugten Stroms um 37,8 Prozent zurück.

Stark angestiegener Bedarf an Import-Strom

Die bisher positiv anmutenden Entwicklungen werden mit dem Blick auf die Strom-Importe aus dem Ausland sehr schnell wieder relativiert. Gemäß Destatis stieg der Bedarf von im Ausland erzeugten Stroms im ersten Halbjahr um 43,3 Prozent an. Insgesamt benötigten die Stromkunden im Bundesgebiet rund 25,7 Milliarden kWh aus dem Ausland. Als Grund für den massiv angestiegenen Import-Bedarf nennt Destatis den abgenommenen Anteil der im Inland vorhandenen grundlastfähigen Kraftwerke. Diese verwendeten zur Stromerzeugung hauptsächlich Erdgas, Kohle und Kernenergie. Der Bedarf an Import-Strom steige insbesondere bei Windstille oder Dunkelheit an. Hauptlieferant war im ersten Halbjahr 2020 mit 8,7 Milliarden kWh Frankreich, welches mit einem Anteil von mehr als 70 Prozent des Stroms aus Kernenergie gewinnt.

Der aus dem Bundesgebiet exportierte Strom sank gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um 11,6 Prozent auf 33,6 Milliarden kWh ab.

Die erzeugte Strommenge ging lt. Destatis in den ersten sechs Monaten um fast 10 Prozent zurück. Dies habe an den “Corona-bedingten” Umständen gelegen.

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