EEG-Netzausbau: Grüne üben Druck auf Wirtschaftsminister aus


Die Grünen üben Druck auf den Bundeswirtschaftsminister Altmaier aus, damit die nach der Abschaltung weiterer Kohlekraftwerke vermeintlich nicht mehr benötigten Stromtrassen erst gar nicht mehr errichtet werden.

Grüne: Weniger Kohlekraftwerke setzen weniger Leitungen voraus

Wasserspeicher

Benötigte Pumpspeicher für Pufferung Strombedarf

Die Grünen drängen darauf, den für die Umsetzung der Energiewende geplanten Netzausbau auf das Notwendige zu beschränken. Die Bundesregierung müsse sicherstellen, dass keine neuen Stromtrassen errichtet werden, die gar nicht benötigt werden. Der Fraktionsvorsitzender der Grünen, Anton Hofreiter, sowie weitere Grünen Energiepolitiker forderten lt. Frankfurter Allgemeine Zeitung (Montag) Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) in einem Brief dazu auf, für einen „passgenauen Ausbau des Stromleitungsnetzes“ zu sorgen.

Für Anfang Februar ist der Beschluss der Kohlekommission zu den möglichen Abschaltungen von Kohlekraftwerken geplant. Die Grünen fürchten demnach, dass diese die Netz entlastenden Abschaltungen nicht ausreichend berücksichtigt werden. Derzeitiges Ziel sei die Halbierung der aktuellen Kohlestrom-Anteile bis zum Jahr 2030. Eine Abschaltung weiterer Kohlekraftwerke würde den Bedarf von Netzleitungen verringern, so die Ausgangslage der Grünen.

Darüber hinaus fordern die Grünen vom Wirtschaftsminister die Klarstellung, inwieweit sich der Netzausbau durch regionale Flexibilisierung von Nachfrage und Angebot vermeiden ließe und wie das gesamte Netz strukturiert sein müsste, wenn die Stromversorgung ausschließlich auf Erneuerbare Energien umgestellt sei.

-Meinung-

Der jährliche Stromverbrauch alleine im Bundesgebiet betrug lt. Umweltbundesamt im Jahr 2016 rund 516 Terrawattstunden (TWh). Das gesteckte Ziel ist eine Reduzierung auf 472 TWh im Jahr 2020.

Quellen der Erneuerbaren Energien sind u.a. Sonnenenergie, Geothermie, Wasserkraft, Biomasse, Meeresenergie und Wind, wobei die Sonne die wichtigste Stromquelle darstellt.

Für Strom aus Windgeneratoren braucht es Wind. Für Strom aus Photovoltaik-Anlagen braucht es möglichst wolkenfreien Himmel und Tageszeit sowieso. Dazu kommt der von der Tageszeit abhängige Strombedarf. Ein Zuviel an Kapazität kann durch Abschaltung z.B. von Windkraft- und PV-Anlagen kompensiert werden. Wie sieht es aber bei einem Mehrbedarf aus und die „Erneuerbaren“ können nicht liefern? Benötigter Strom muss erzeugt werden und erzeugter Strom muss auch unmittelbar abgenommen werden.

Eine Lösung böten Stromspeicher. Wie aber sollte zum Beispiel der durchschnittliche Bedarf von rund 640 Gigawattstunden (GWh) nur für einen halben Tag gespeichert werden? Die Technologie zum Speichern von Stromenergie steckt noch in den Kinderschuhen. Akkus, Pumpspeicherkraftwerke, Wärmespeicher und sogar Schwungrad-Speicher sind thematisierte Bereiche, aber noch längst nicht realisiert, geschweige finanziert.

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