EEG-Umlage bringt Sommer und Strompreise in Verbindung


Strompreisschwankungen aufgrund von Veränderungen in den internationalen Energiemärkten sind durchaus nachvollziehbar. Dass die Sonne die Stromkosten in die Höhe treiben könnte, erscheint völlig realitätsfern. Doch der Bundesregierung ist mit dem EEG das Kunststück gelungen, tatsächlich eine Verbindung zwischen dem der Erde nächstgelegenen Stern und dem Einheitspreis für den Saft aus der Steckdose eine Verbindung zu schaffen.

Wie ein schöner Sommer die Thermometer und die Öko-Umlagen in die Höhe treibt

Ökostrom

Sonne & Strompreis bilden eine Einheit

Auf das Wetter hat man sich noch nie verlassen können, schon gar nicht auf einen langfristig sonnigen Sommer. Doch dank der EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) erhalten die deutschen Bürger doch noch eine Garantie im Bezug zur Wetterlage. Sollte der Sommer tatsächlich viele wonnige Sonnenstunden hervorgebracht haben, dann wird es mit Garantie eine Strompreiserhöhung geben. Einen solch stabilen Anker aus den Reihen der Politik ist der Bürger schon gar nicht mehr gewöhnt.

Tatsächlich scheint die nächste Strompreisanhebung zu Beginn 2014 vorprogrammiert zu sein, nur weil die Sonne im vergangenen Juli besonders wohl gestimmt war. Der August konnte die Sommerwonne auch noch nicht ausbremsen. Warum gibt es da einen Zusammenhang? Je mehr die Sonne scheint, desto mehr Strom produzieren die überall in Deutschland verteilten Photovoltaikanlagen. Die Betreiber der PV-Anlagen erhalten eine festgelegte Vergütung pro erzeugte Strom-Einheit. Ein höherer Anteil der eingespeisten erneuerbaren Energie verursacht eine höhere Vergütung und dieses Geld muss von “irgendwo” hergenommen werden. In diesem Fall stellen die Endverbraucher, also die Privathaushalte und auch die kleinen bis mittelgroßen Betriebe die Quelle des “Öko-Ausgleichs”.

Die Bundesregierung kennt die finanziellen Auswirkungen langanhaltender schöner Sommertage auf die Strompreise. Offenbar wollte das Umweltministerium noch vor der Bundestagswahl wissen, auf welche Summe die Bürger vorbereitet werden müssen. Es wurde eine “Strompreis-Simulation” gestartet und das Ergebnis spricht von voraussichtlich knapp 1 Cent Aufschlag pro kWh. Der BILD (Donnerstag) liegt das Protokoll vor und berichtete darüber. Damit würde die von den Verbrauchern bezahlte Öko-Umlage ab 2014 rund 6,2 Cent betragen.

Der Witz an der Sache: Höhere Stromeinspeisungen senken tatsächlich die Strompreise im Markt, aber dennoch muss der Verbraucher drauflegen. Der eingespeiste Öko-Strom steht in Konkurrenz zum konventionell erzeugten Strom. An dieser Stelle sind dann für die Erzeuger Ausgleichszahlungen “wegen” gefallener Strompreise fällig. Klar, dass der Verbraucher wieder herhalten muss. Dazu kommen noch die stromintensiven Betriebe, die einen Sonderrabatt sowie die Befreiung von Netzentgelten erhalten. Doch die Netzbetreiber und Erzeuger erhalten eine “Gewinnausfallentschädigung” und wer darf dafür zahlen? Wieder einmal der “gewöhnliche Stromverbraucher”.

Wer in Zukunft dennoch die Sommerhitze in der Heimat genießen will, sollte die Grillpartys mit zwei, drei Würstel weniger zelebrieren. Das Geld muss für die nächste Strompreiserhöhung aufgehoben werden.

The specified file on Include Me shortcode does not exist.


Tarifomat24.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.