Industrievertreter: Mit EEG-Reform das Überleben sichern


Die Energiewende wird trotz EEG-Reform weitere Milliarden verschlingen, die von irgendwem bezahlt werden müssen. Wie auch immer das “angepasste” Erneuerbare-Energien-Gesetz aussehen mag, die breite Masse der Privathaushalte und kleineren Unternehmen werden kaum eine Entlastung bei der Öko-Steuer zu spüren bekommen.

Die Industrievertreter fürchten um das Überleben der Großunternehmen

Energiewende

Die laufenden Kosten werden hin- und hergereicht

Langsam gerät die von der neuen Bundesregierung angestrebte EEG-Reform in die heiße Phase. Die vom Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) vorgelegten Eckpunkte enthalten einschneidende Änderungen zum derzeit geltenden Erneuerbare-Energien-Gesetz sowie der Aufteilung der anfallenden Mehrkosten für die angestrebte Energiewende.

Eine Kostenminderung steckt im reformierten EEG nicht drinnen, stellte kürzlich das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) fest. Es handelte sich eher um eine Umverteilung der Mehrkosten, zum Nachteil der Industrie.

Das Öko-Institut wartete mit dem Vorschlag auf, die Unternehmen höher zu belasten, um damit die Privathaushalte von einem Teil der Öko-Umlagen zu befreien. IW Köln warnte jedoch vor den Mehrkosten im Rahmen von 4 Milliarden Euro für die deutschen Großunternehmen.

Für den Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) scheint zur EEG-Reform nun die Entscheidung für “Leben und Tod” zu nahen. Nicht für die Haushalte und Verbraucher, sondern für die energieintensiven Grundstoffindustrien.

Die nächsten Wochen seien für “das Überleben energieintensiver Grundstoffindustrien entscheidend”, so BDI-Präsident Ulrich Grillo auf einer Veranstaltung des europäischen Industrie-Dachverbandes Business Europe in Brüssel. Die Stromkosten für die Industrie müssen auf einem “international wettbewerbsfähigen Niveau” gehalten werden, so der BDI-Präsident.

EEG-Reform wird die breite Masse am meisten Fordern

Für die Privathaushalte erscheint das “Ende vom Lied” ohnehin schon festzustehen. Kaum zu erwarten, dass die vollzogene EEG-Reform eine spürbare Entlastung für die Privatverbraucher sowie die mittelständischen Unternehmen hervorbringen wird. Die Öko-Umlage ist mit dem Jahreswechsel auf 2014 inzwischen auf 6,24 Cent pro Kilowattstunde (kWh) angestiegen. Die erwarteten Mehrkosten für die Energiewende werden sich lt. IW alleine im Jahr auf 23,5 Milliarden Euro summieren. Gleichzeitig wird bei einer theoretischen Mehrbelastung der Großindustrie um 4 Milliarden Euro Alarm geschlagen. Das Resultat kann bereits an einer Hand abgezählt werden.

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