Öko-Anteile Stromverbrauch – Viel Lärm um sehr wenig


Strompreiserhöhungen dank der Energiewende und den daraus resultierenden Öko-Abgaben, alles “geregelt” durch die EEG-Umlage, bringen so manchen Privathaushalt an den Rande der Verzweiflung. Wenn irgendwo ein Trost gefunden werden will, dann sicher nicht aus den Resultaten, die bisher vorgewiesen werden können.

Deutschlands Energiewende ist ganz und gar kein Zugpferd

Energiewende

Viel Raudau um noch viel weniger

Den Bürgern in Deutschland ist das Thema Erneuerbare Energien selten so ins Bewußtsein gerückt wie zum Jahreswechsel auf 2013. Bereits im Herbst wurden die Haushalte durch die Nachricht von einer voraussichtlich “dramatischen” Strompreiserhöhung aufgeschreckt. Nachdem die Zahl von rund 5,3 Cent pro kWh (Kilowattstunde) endlich raus war, konnten sich die Stromabnehmer noch Wochen lang “geistig” auf eine höhere Rechnung im Folgejahr vorbereiten. Ein Ausweg aus der Ökosteuer ist nur jenen vorbehalten, die über Gewerbeschein verfügen und einen entsprechend hohen Stromverbrauch vorweisen können. In diesem Fall steht der “Schutz der Arbeitsplätze” über dem Öko-Gedanken.

Das große Erwachen erfolgte der privaten wie auch nicht privilegierten gewerblichen Verbraucher folgte prompt mit der ersten Abrechnung im Jahr 2013. Die Preisspirale dreht sich jedoch weiter und für das Jahr 2014 erwarten den Stromabnehmern weitere Anhebungen von voraussichtlich 1 Cent pro kWh als Öko-Anteil. Kaum anzunehmen, dass “Altmaiers-Strompreisbremse” bis dahin wie Phoenix aus der Asche steigt und für eine Abwendung weiterer Haushaltslöcher in der Familienkasse sorgt.

Der Stromenergie-Sektor und seine hausgestrickten EEG-Umlagen wurden im vergangenen Jahr medial förmlich zerrissen. Offenbar darf der Verbraucher für alle Fehler, Träume und Planungssünden der Bundesregierung bluten, während die Großindustrie zur Abwehr sämtlicher Begehrlichkeiten nur die Beschäftigten-Liste wie ein Zepter in die Höhe zu halten braucht.

Ein Unternehmen, welches seine vertraglich festgelegten Leistungen nicht termingerecht erfüllen kann, muss seinen Hals mit einer meist definierten Vertragsstrafe hinhalten. Nicht so im Bereich des Energiesektors. Die von der Bundesregierung beauftragte Firma zur Erschließung der Offshore-Windkraftanlagen bekommen ihre zugedachte Aufgabe nicht zum eigentlich angedachten Zeitpunkt hin. Die “Energie-Räder” stehen brach im Wasser und die Betreiber dieser Anlagen bleiben auf ihren Hoffnungen auf Rentabilität und Gewinne sitzen. Das Zauberwort heißt “Gewinnausfallentschädigung” und dafür aufkommen muss nicht die “Kabel-Firma”, die ihren Vertrag nicht erfüllen kann, sondern der Stromabnehmer. Ein nicht ganz unerheblicher Anteil der Umlage “des ökologischen Gedankens” betrifft die Bezahlung von Vertragsstrafen. Die Bundesregierung leistete an diesem Punkt hervorragende “Vermittlertätigkeiten”.

Diese ganzen Themen beschäftigten im vorherigen Jahr ganz Deutschland, das nun beinahe die höchsten Strompreise in der EU vorweisen kann. Trotz allen “Lärms” um das – ehrlich gesagt – desaströse Vorgehen der verantwortlichen Parteien und Institutionen, fällt das Resultat im europäischen Vergleich geradezu kümmerlich aus.

Die Europäische Statistikbehörde (Eurostat) veröffentlichte den Anteil der erneuerbaren Energien in den einzelnen Ländern der Europäischen Union (EU27) vom Jahr 2011. Das erklärte Ziel sei demnach, im Jahr 2020 den Öko-Strom-Anteil von 20% des Bruttoenergieverbrauchs zu erreichen. Im Jahr 2011 lag der Anteil lt. Eurostat bei 13,0%, während im Jahr 2004 der Ökoanteil bei 7,9% bzw. im Jahr 2010 bei 12,1% lag.

Die höchsten Anteile wurden 2011 in Schweden mit 46,8%, in Lettland mit 33,1% und im Nachbarland Österreich mit 30,9% festgestellt. Die Schlusslichter bestehen aus Belgien mit 4,1%, das Vereinigte Königreich mit 3,8%, Luxemburg mit 2,9% und Malta mit 0,4% Öko-Anteilen.

Die seit dem Jahr 2004 höchsten Zunahmen der Ökostrom-Anteile erreichten Schweden mit plus 8,5 Prozentpunkten, Dänemark mit plus 8,2 Prozentpunkten und Österreich mit plus 8,1 Prozentpunkten. Deutschland mit einem gesamten Öko-Anteil von 12,3% konnte seit 2004 eine Steigerung von plus 7,5 Prozentpunkte vorweisen.

Den größten Rummel wegen bescheidener Resultate?
Angesichts der scheinbaren “Umpflügung” des gesamten Energiesektors samt Infrastruktur erscheint der heutige Öko-Strom-Anteil sowie das Steigerungsverhältnis als relativ kümmerlich. Dem Verbraucher müsste der Angstschweiß auf der Stirn stehen, wenn dieser überlegte, wie hoch die Stromrechnungen noch werden könnten, wenn die bisherigen Anhebungen ein derart mickriges Ergebnis hervorbrachten und ein ähnlich großer Schritt bis 2020 noch durchgeführt werden muss.

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