Totaler Stromausfall wegen Spekulationen der Stromhändler?


Die im Juni 2019 massiven Unregelmäßigkeiten im deutschen Stromnetz führten beinahe zu einem totalen Stromausfall. Neben einer fluktuierenden Stromversorgung aufgrund der Energiewende steht als Auslöser nun auch eine bewusste Preismanipulation der Stromverkäufer im Verdacht.

Kompensations-Strom war günstiger als Großhandelsstrom

Strompreise

Blackout-Gefahr wegen Spekulationen auf Preisvorteile?

Im Juni 2019 schrammte das Bundesgebiet mehrfach an einem kompletten Stromausfall vorbei. So wie einige Netzbetreiber berichteten, musste einige male massiv eingegriffen werden, um einen möglichen „Blackout“ zu vermeiden. Negative Einflüsse auf die Netzstabilität aufgrund der fortlaufenden Energiewende sind unbestreitbar. Die Stromerzeuger bzw. Netzbetreiber in den benachbarten Ländern müssen seit geraumer Zeit immer öfters aushelfen, damit das Stromnetz in der Bundesrepublik sowie auch in anderen europäischen Ländern aufrecht erhalten werden kann.

Nun steht als Auslöser für die Fast-Blackout im Juni ein Verdacht ganz anderer Natur im Raum. Die Bundesnetzagentur untersucht lt. einem Bericht des Vergleichportals Verivox den Hinweis, dass Preisspekulationen bzw. -manipulationen zur Beinahe-Katastrophe geführt haben könnten.

Was man nicht hat muss (eigentlich) erst besorgt werden

Das Prinzip der von den verantwortlichen Politikern erlaubten „Leerverkäufe“ an den Finanzmärkten, also der Verkauf von Etwas, was man gar nicht besitzt, ist den Stromhändlern nicht erlaubt. Diese dürfen nur so viel Strom verkaufen, wie sie auch liefern können. Kommt es doch einmal zu einem Mehr an verkauften Strom, muss diese Differenz von den Übertragungsnetzbetreibern ausgeglichen werden. Diese gaben jedoch an, dass der Ausgleichsbedarf an den kritischen Tagen im Juni doppelt so hoch gewesen sei als im Regelfall. Dazu kommt der Umstand, dass der zur Kompensation gelieferte Strom günstiger war als zum gleichen Zeitpunkt der an den Börsen gehandelte Strom. Das lege den Verdacht nahe, dass die Marktteilnehmer eben auf diesen Preisunterschied setzten und es unterließen, den eigentlich notwendigen Strom am offiziellen Handelsplatz nachzukaufen.

Die Bundesnetzagentur kündigte an, gegen derlei Praktiken mit Härte vorzugehen, sollte sich der Verdacht bestätigen, dass Marktteilnehmer die untersagte Strategie der Preisdifferenzen nutzten. Die einseitige Verschiebung der Kosten zum Nachteil der Versorgungssicherheit sei ungesetzlich.

Tarife der Privatkrankenversicherung vergleichen

Jetzt kostenfreien PKV-Vergleichsservice nutzen:

Doktor

  • Tarife der aktuellen Testsieger
  • Abrufbares Info-Blatt im .pdf-Format
  • Ausführlicher Leistungsvergleich
  • Kostenlose Tarifberechnung
  • Unverbindliche Angebotserstellung
  • Auf Wunsch individuelle Beratung

Versicherungsdaten, Personendaten eingeben, fertig. Online-Tarifvergleich.

Jetzt vergleichen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.