Das Bargeld ist offenbar nur sehr zäh zu beseitigen. Im gesamten Euroraum war auch im Jahr 2019 das Zahlen mit Scheinen und Münzen die beliebteste Zahlungsmethode. Selbst die erklärte Corona-Pandemie konnte nur wenige vom Festhalten an Bargeldzahlung abbringen.

Bargeld-Liebe ist kein Monopol der Bundesbewohner

Bargeld
Die Meisten geben Bargeld noch immer den Vorzug

Der Rang als beliebtestes Zahlungsmittel konnte dem Bargeld bisher noch nicht abgenommen werden. Dies gilt nicht nur für die als „an Bargeld festkrallende“ verschrieene Bundesbewohner, sondern für die gesamten Einwohner im Wirtschaftsgebiet der Eurozone. Zwar greifen immer mehr Kunden auch bei Kleinbeträgen zur Karte, aber nach wie vor war lt. Deutsche Bundesbank bis Ende 2019 das Bezahlen mit bunt bedrucktem Papier und geprägten Metallscheiben die liebste Form des vermeintlichen Begleichens.

Die von der Europäischen Zentralbank (EZB) durchgeführte Studie ergab, dass die von Erwachsenen vorgenommenen Zahlungen an den entsprechenden Zahlungsstellen anteilig zu 73 Prozent mit Bargeld durchgeführt wurden. Das dabei bewegte nominale Geldvolumen nahm einen Anteil von 48 Prozent ein. Im Jahr 2016 lag der Anteil der in bar vorgenommenen Zahlungen bei 79 Prozent, bzw. 54 Prozent des Volumens.

Der im Zeitraum von 3 Jahren angestiegene Anteil der eingesetzten Karten betrug demnach 5 Prozentpunkte auf 24 Prozent bis Ende 2019 (Volumen 41 %). Bei annähernd 40 Prozent der eingesetzten bargeldlosen Zahlungsvorgänge kam eine Kontaktlos-Technologie zum Einsatz.

Die Einkäufe über das Internet erledigten die Konsumenten mit 49 Prozent fast zur Hälfte per Karte. Eine von vier Online-Bezahlungen erfolgte mithilfe einer elektronischen Zahlungsmethode. Anteilig nahmen zwei Kunden eine Überweisung vor und vier wählten die Lastschrift.

Besonders interessierte die EZB-Statistiker die Auswirkungen der als Pandemie erklärten Corona-Krankheit. Deshalb wurden die Daten im Juli 2020 im „Hauruck-Verfahren“ erhoben. Demnach gaben vier von zehn Befragten an, Bargeld seit dem Ausruf der Pandemie mit etwas Zurückhaltung zu verwenden. Eine Mehrheit dieser Vorsichtigen wolle dieses Verhalten zwar auch nach dem Ende(?) der Pandemie-Definition beibehalten, seien aber noch unschlüssig über das langfristige eigene Verhalten.

EZB-Direktoriumsmitglied Fabio Panetta bekräftigte, dass es für die EZB „überaus wichtig“ sei, dass Konsumenten ihre Zahlungsmethode frei wählen können. Das Ziel der Zentralbank sei neben der Förderung der Bargeld-Akzeptanz auch die Unterstützung von Innovationen im Bereich des elektronischen Zahlungsverkehrs.

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