Bargeldabschaffung ist scheinbar angelaufen


Die Bargeldabschaffung ist auf dem Wege. Der 500-er verschwindet in der Eurozone, Indien beschränkt gleich direkt den Bargeldverkehr und nimmt den sicheren Hafen Gold gleich mit ins Visier. Nun folgt Venezuela mit dem Einzug der 100-Note.

Bargeld verschwindet nun Stück für Stück

Bargeld

Dem Bargeld wird der Garaus gemacht

Die Abschaffung des Bargeldes ist offenbar angelaufen. Während die Besiegelung, den 500-Euroschein aus dem Verkehr zu ziehen, hierzulande noch hohe Wogen schlug, erscheinen die Maßnahmen in Indien und jüngst in Bolivien als weit weg und nur als “lokale Unregelmäßigkeiten”.

In Indien wurden die großen Geldscheine über Nacht für ungültig erklärt. Die Bewohner wie auch Touristen wurden von der Nach-und-Nebel-Aktion der indischen Regierung völlig überrumpelt. Der offizielle Grund für die “Entwertung” der großen Banknoten-Einheiten sei der Kampf gegen die Korruption im Land. Heute ist der Bargeldverkehr in Indien stark eingeschränkt. Die Menschen werden mehr oder weniger dazu genötigt, Bezahlungen über elektronischem Weg zu vollziehen.

Indien gilt als eine Hochburg des Goldes im Privatbesitz. Die Flucht ins Gold bietet sich nach der massiven Einschränkung des Bargeldverkehrs direkt an. Auch hier scheint Indiens Regierung den Bewohnern deutliche Schranken setzen zu wollen. Es begann mit dem Konfiszieren von Gold in Privathaushalten. Allerdings (vorerst) nur die Goldbestände, bei der ein Verdacht auf Steuerhinterziehung und sonstige illegale Hintergründe besteht.

Der nächste Clou wurde nun in Venezuela gestartet. Der 100-Bolívares-Geldschein ist ab sofort ungültig. Besitzer haben nur weniger Stunden Zeit, die Bestände entweder in andere Stückelungen umzutauschen, oder den Betrag auf einem Konto gutschreiben zu lassen. Der Grund für den Einzug der 100-er Note sei der gegen das Land anhaltende Wirtschaftskrieg.

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis das Thema Bargeldeinschränkung auch wieder die Eurozone erreicht. Ökonomen, Kriminologen, Bankenvertreter und Politiker wurden nicht müde, die “horrend hohen Kosten” des Bargeldverkehrs und den Nutzen für Terrorismus und organisierte Kriminalität anzuprangern.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.