Beratung im Finanzbereich: Das persönliche Gespräch zählt nach wie vor


Trotz der zahlreichen Möglichkeiten, die es heute gibt, um sich in Finanzfragen zu informieren: Das persönliche Gespräch mit einem qualifizierten Berater steht nach wie vor hoch im Kurs. Das gilt sowohl für Verbraucher als auch für Unternehmen, wie verschiedene Umfragen belegen.

Nur ein Drittel der Verbraucher verzichtet komplett auf persönliche Beratung

Bankberatung

Nach wie vor beliebt: Das persönliche Gespräch zu Finanzthemen auf Augenhöhe

Anlageberatung durch den Robo-Advisor, Online-Kredite, Versicherungsabschluss im Internet – eine Vielzahl von Finanzangelegenheiten lässt sich heute online und ohne persönlichen Kontakt erledigen. Macht das die Beratung durch einen Bankmitarbeiter oder Versicherungsvertreter überflüssig? Offenbar nicht. Das legt der aktuelle Global Consumer Survey des Statistikportals Statista nahe, laut der nur knapp ein Drittel der deutschen Verbraucher komplett auf persönliche Beratungsangebote im Finanz- und Versicherungsbereich verzichtet.

Laut der Umfrage haben 41 Prozent aller Befragten immer noch einen Bankberater für die Erledigung ihrer Bankgeschäfte. 35 Prozent der Befragten legen nach wie vor Wert auf eine persönliche Beratung, wenn es um Versicherungsfragen geht. Auch beim immer komplexer werdenden Thema Geldanlage ist das Bedürfnis nach persönlicher Beratung groß: 29 Prozent haben einen persönlichen Ansprechpartner zu diesem Thema.

Finanzdienstleister als Alternative zur Bankfiliale

Das muss nicht zwingend der Berater der Sparkassen- oder Commerzbank-Filiale um die Ecke sein. Sofern es die überhaupt noch gibt. Denn ebenso wie die HypoVereinsbank und die Deutsche Bank haben diese alteingesessenen Geldhäuser ihr Filialnetz signifikant ausgedünnt. Persönliche Beratung in Finanzfragen können auch Finanzdienstleister wie die tecis Finanzdienstleistungen AG bieten. Sie sprechen über relevante Kanäle wie Facebook und Instagram gerade junge Finanzkunden gezielt an, um sie auf ihr Angebot und ihre Repräsentanzen vor Ort aufmerksam zu machen. Unternehmen wie tecis tun dies mit dem Wissen, dass junge Kunden mit offenen Finanzfragen sich nicht auf die Suche nach einer Filiale machen, sondern sich zuerst im Internet informieren.

Das Handwerk will ebenfalls persönlichen Dialog

Unternehmen geht es in vielen Fällen nicht anders als privaten Verbrauchern. Das gilt zumindest für das Handwerk, wie eine gemeinsame Umfrage des Deutschen Handwerksblatts und der Targobank zeigt. Auf die Frage, was sie sich von ihrer Geschäftsbank wünschten, antworteten 60 Prozent der Befragten, dass ihnen ein persönlicher Ansprechpartner wichtig sei. Überraschend ist das nicht, bedenkt man, dass beinahe 40 Prozent der befragten Handwerksbetriebe ihre Bankfiliale einmal in der Woche oder häufiger aufsuchen.

Auch im geschäftlichen Bereich gilt: Je komplexer die Fragestellung, desto wichtiger ist Kunden das persönliche Gespräch mit einem Berater. Handwerksbetriebe wünschten sich vor allem Beratung rund um die Themenbereiche Anlagen, Altersvorsorge und Finanzierungsanfragen. Bei Letzterem besteht dann doch ein signifikanter Unterschied zwischen Geschäftskunden und Verbrauchern: Kredite gehören zu den Bankdienstleistungen, bei denen Privatpersonen am ehesten auf persönliche Beratung verzichten: Lediglich 26 Prozent der Befragten setzten der Statista-Umfrage zufolge bei der Darlehensaufnahme auf persönliche Beratung. Angesicht der größeren Komplexität und Bedeutung von Finanzierungen im Geschäftsleben überrascht dies allerdings kaum.

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