Börsencrash wegen Brexit-Schock? – Panikmache


Nachdem die Brexit-Entscheidung unter Dach und Fach war, „krachten“ die Indizes der internationalen Handelsplatformen in den Keller. Börsencrash am „Schwarzen Freitag“ wegen „Brexit-Schock“. Reine Panikmache.

Börseneinbrüche, welche lediglich kleine Ausrutscher sind

Verwirrung

Brexit-Schock ja, aber nur bei den Medien

Die Finanzwelt stehe wegen der Brexit-Entscheidung unter Schock. Von den Börsenplätzen ginge eine Hiobs Botschaft nach der anderen raus. Die „Börsenwerte“ krachten in den Keller und in den Köpfen der Finanzmarkt-Teilnehmer schwirrt der Gedanke des „Schwarzen Freitags“ umher.

Als wenn dein Damm gebrochen wäre und die angestauten Milliarden in Massen davon strömten. Die Schlagzeilen der Leit(d)medien überschlagen sich vor Schreckensmeldungen. So meldete die Neue Westfälische am Montagabend den in den Börsen noch immer festsitzenden „Brexit-Schock“. Der deutsche Aktienmarkt befinde sich weiter auf Talfahrt.

Die mutmaßlich in Hochgeschwindigkeit gefahrene Rutschpartie hinterlegte am Montag eine Minusstrecke von sage und schreibe 3,02 Prozent für den Dax. Mit gerade mal knapp 9269 Punkten ging der deutsche Leitindex auf den tiefsten Stand seit dem 25. Februar aus dem Handelstag. MDax verlor 4,58 Prozent und der TecDax musste 4,15 Prozent auf der Strecke lassen. Selbst der EuroStoxx 50 verlor 2,83 Prozent. Die Umlaufrendite am deutschen Rentenmarkt krachte um 0,03 Prozent nach unten weg. Auch in Übersee sah es zappenfinster aus. Der US-Leitindex Dow Jones knickte um 1,5 Prozent ein und die Nasdaq-Indizes verloren um 2 Prozent an Boden. „Welch Kurseinbrüche“.

Ganz spezielle Finanzmarktspezialisten fanden bei Spiegel Online eine unkritische Plattform und erhielten die Gelegenheit, das furchtbare Ausmaß des Brexit-Schocks zu beschreiben. Rund 5 Billionen Dollar an „Börsenwerte“ sind vernichtet worden, so der Tenor. Damit sei vergleichsweise die doppelte Jahreswirtschaftsleistung Großbritanniens mit einem Schlag vernichtet worden.

Sofern von „Börsenwerten schaffen und vernichten“ gesprochen wird, muss letztendlich der bisherige „Wert“ – von wo oder aus was auch immer – über einen Zeitraum gestiegen sein. So landete der EuroStoxx 50 nach dem „furchtbaren Einbruch“ um 2,83 Prozent auf rund 2.700 Punkte. Mitte Februar lag der Index sogar noch darunter, nachdem das Jahr 2016 bei rund 3.200 Punkte gestartet wurde.

Es wird wieder einmal viel Staub aufgewirbelt. Vor allem aber wird während der Panikmache wieder einmal übersehen, dass „Werte“ vom Bäcker, vom Handwerker, in der Metallfabrik geschaffen werden, nicht aber an den Finanzmärkten.

DKB-Broker

Bild: CC0 1.0 Universell

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