Bundesbank ist gegen Abschaffung von Bargeld


Die Deutsche Bundesbank spricht sich gegen die Abschaffung von Bargeld aus. Vorstand Carl-Ludwig Thiele sieht im digitalen Geld weitaus mehr Nachteile als Vorteile.

Digitales Geld sei hohes Risiko für Finanzmarktstabilität

50 Euro

Bargeld bedeutet Freiheit

Bundesbankvorstand Carl-Ludwig Thiele sprach sich gegen eine Abschaffung des Bargelds aus. Beim vierten Bargeldsymposium der Bundesbank zeigte sich Thiele „felsenfest überzeugt“, dass Bargeld „auch in Zukunft seine Gültigkeit behalten“ wird.

Die aktuelle Studie der Bundesbank zeigt, dass Bargeld nach wie vor das meistgenutzte Zahlungsmittel ist. Dies werde auch so bleiben, so Thiele.

Weidmann sieht hohe Risiken im digitalen Geld

Bundesbankpräsident Jens Weidmann ist wie Thiele ebenfalls davon überzeugt, dass Bargeld auch in Zukunf ein „attraktives und häufig genutztes Zahlungsmittel“ bleiben werde. Weidmann sieht im digitalen Geld auf absehbarer Zeit keine ernst zu nehmende Konkurrenz für Bargeld oder Bankguthaben. Die Ausgabe von digitalem Zentralbankgeld durch die Notenbanken könnte auf den Finanzsektor weitreichende Auswirkungen haben und somit Risiken für die Geldpolitik fördern.

Bei digitalem Geld haben die Anleger die Möglichkeit, ihr Geld möglichst schnell abzuheben bzw. zu transferieren. Dies stelle lt. Weidmann für die Finanzstabilität das größte Risiko dar. „Im Falle eines digitalen Bank Runs könnten Sie Ihre Ersparnisse per Mausklick auf das eigene Konto bei der Notenbank überweisen und damit aus dem privaten Finanzsystem fliehen“, sagte Weidmann.

Bekämpfung Kriminalität nur vorgeschoben?

Eine angeführte Begründung der Befürworter der Bargeldabschaffung ist die vermeintliche Bekämpfung von organisierter Kriminalität. Das Argument, Bargeld würde kriminellen Aktivitäten Vorschub leisten, ließ EZB-Direktoriumsmitglied Yves Mersch nicht gelten. Die Verbindung zwischen Bargeld und kriminellen Aktivitäten sei statistisch nicht feststellbar.

„Bargeld gewährt Privatsphäre und sichert damit Grundrechte wie das Recht auf informationelle Selbstbestimmung, die Handlungsfreiheit und Meinungsfreiheit ab“, sagte Mersch.

Der Staat würde gegen die Pflicht verstoßen, eine geeignete Infrastruktur zum Schutz von Persönlichkeitsrechten zu erhalten, so das Argument vom ehemaligen Richter des Bundesverfassungsgerichts Udo Di Fabio. „Wir dürfen den Bürger nicht in ein System zwingen, wo er ununterbrochen Spuren hinterlässt“, so Di Fabio.

Die neuen DSL Flatrate Tarife von skyDSL, DSL Angebot, DSL Tarif, preisgünstig

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.