Das Jahr 2017 dürfte für Sparer noch verlustreicher werden


Für die Sparer und Anleger sind Nachrichten von steigenden Renditen bei den Anleihen noch längst kein Grund zum Jubel. Die Zinsen bleiben vorerst am Boden und gleichzeitig dürfte die Inflation im Jahr 2017 merklich anziehen. Der reale Geldwert schrumpft beschleunigt.

Das Jahr 2017 wird für Sparer voraussichtlich noch verlustreicher als bisher

Euro Untergang

Die Eurozone wird zusehends zur Problemzone

Das kommende Jahr 2017 wird für Sparer voraussichtlich noch “trockener” ausfallen als die Jahre zuvor. Selbst wenn die Zinsen weiter ansteigen sollten, bleibt den Anlegern am Ende ein anwachsender Verlust.

Der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, hat es bei der Pressekonferenz nach der letzten EZB-Ratssitzung wiederholt. Man wolle den Leitzins erst anheben, wenn die Wunsch-Inflationsrate von knapp 2 Prozent erreicht sei. Bis dahin bleibt der Leitzins bei Null.

Die Inflation wird im kommenden Jahr 2017 voraussichtlich ansteigen und wenn es nur ein rein statistischer Effekt sein sollte. Die Erdöl- bzw. Energiepreise zogen in den vergangenen Wochen merklich an. Der Aufwärtstrend bzw. das höhere Preisniveau dürfte anhaltend sein. In den vergangenen Gegenüberstellungen der Inflationsentwicklungen auf Jahressicht waren es die in der Vergangenheit stark abgestürzten Energiepreise, die für ein entsprechendes Drücken der Inflation sorgten. Dieser Effekt dürfte schrittweise ausbleiben und somit zieht auch die jährliche Inflationsrate entsprechend an.

Die Preise für Benzin, Heizöl und Erdgas werden teurer. Die Zinsen bzw. Renditen auf den Sparbüchern und anderen Anlagen werden mindestens auf Niveau verharren. Sparer können sich auf einen Zeitraum mit Inflationsraten von über 1 Prozent und Renditen nahe der Null einstellen. Der Geldwertverlust steigt an. Bis die EZB tatsächlich mit Anhebung der Leitzinsen reagieren sollte, haben die Banken ihre Kompensationsmöglichkeiten in Form von z.B. Entgelten bei Girokonten längst erweitert.

Eine weitere Voraussetzung für das Eintreffen einer Zinsanhebung durch die EZB ist die bis dahin noch existierende Eurozone. Angesichts der nie beendeten und wieder aufflammenden Bankenkrise könnte die Währungsgemeinschaft ein baldiges Ende finden. Italiens Banken könnten dafür die Steilvorlage geben.

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