DAB Bank Analyse: Ältere Depot-Inhaber sind Strategie-“Füchse”


Eine solide Basis schaffen, Krisen pragmatisch begegnen und solide aussitzen. So in etwa könnte die Philosophie der Privatdepotinhaber der älteren Generation lauten. Die DAB Bank hat über 450.000 Depots durchleuchtet und die älteren Anleger über 60 Jahre eindeutig als die “besten Strategen” identifiziert.

“In der Ruhe liegt die Kraft” – Aktien statt Zertifikate

DAB Bank Depot

Die Mischung machts - DAB Bank Depot

Von wegen “konservatives altes Eisen”. Die Älteren machen den Jüngeren in vielen Dingen etwas vor, ganz besonders dann, wenn Erfahrungswerte eine große Rolle spielen und das “Altbewährte” zum Zuge kommt. Sich von der fortgeschrittenen Generation eine Scheibe abzuschneiden hat den Jungen noch nie geschadet und das gilt sichtlich auch für die finanziellen Belange.

Die ältere Generation hat offenbar den Dreh besser raus, wie die Renditen mit relativ einfachen Geldanlagen in die Höhe befördert werden können. Gegenüber den jüngeren Sparern haben die “Anleger-Senioren” ein Vorsprung, der weit über eine Nasenlänge hinausreicht. Die DAB Bank hat sich die Depots der Privatkunden unter die Lupe genommen und die erwirtschafteten Renditen innerhalb eines Jahres betrachtet (zwischen 01.07.12 und 30.06.13). Gleichzeitig wurden die Bestände in den Depots klassifiziert und in Aktien, Anleihen, Fonds, Genussscheine, Optionsscheine, Gold und Zertifikate unterschieden. Die Altersgruppen erhielten drei Bereiche mit 18 bis 39 Jahren, 40 bis 59 Jahren und über 60.

Für viele Anleger mag das Ergebnis eine Überraschung sein. Nicht die “jungen Spritzigen” legten die höchsten Renditen vor, sondern die ältesten unter den Depotanlegern, die mit über 60 Jahren. So holte sich die jüngste Anlegergruppe innerhalb eines Jahres ein Plus von 2,8 Prozent. Das Mittelfeld wird auch von der mittleren Altersgruppe belegt. Diese hat um 4,9 Prozent zulegen können. Noch um 0,3 Prozentpunkte drüber liegen die Erfahrenen. Die über 60-jährigen erwirtschafteten eine Rendite von 5,2 Prozent im Durchschnitt.

2,8 Prozent sind gegenüber den erhältlichen Zinsen für Tages- und Festgeldanlagen gar nicht so schlecht. 5,2 Prozent legen jedoch eine Messlatte vor, die derzeit von keiner klassischen und als “absolut sicher” geltende Sparanlage erreicht werden kann. Selbst die Lebensversicherer haben mit dem Niedrigzinsniveau in der Eurozone zu kämpfen und deren Gesamtrenditen (Garantiezins, Überschuss- und Abschlusszahlungen) abzüglich Vertrags- und Verwaltungskosten, sind bereits um eine Armlänge nach hinten gefallen.

Die “Essenzen” im Depot sind unterschiedlich gewichtet

Aktien sind wahrlich keine Neuerscheinungen im Finanzmarkt, aber genau auf diese “altmodischen” Papiere setzten verstärkt die Älteren und fuhren damit direkt aufs Siegerpodest. Die Aktienanteile der 60-Plus Generation waren mit durchschnittlich 58,3 Prozent “übergewichtig”, aber dafür goldrichtig. Nicht weit weg davon sind zwar auch die jüngeren Gruppen mit 51,3 Prozent Aktien-Gewichtung bei den 40- bis 59-Jährigen und 48,8 Prozent bei den 18 bis 39-Jährigen, aber die Differenz von bis zu annähernd 10 Prozent können den entscheidenden Vorteil / Nachteil einbringen.

Fonds wurden von der älteren Anleger-Generation eher stiefmütterlich behandelt. Lediglich 25,2 Prozent vom Depotwert wurden von Fonds-Anlagen gebildet. Ansteigende Fondsanteile mit dem Absinken des Alters der Depotinhaber. Die mittlere Altersgruppe setzte auf 35,7 Prozent Fondsanteile, die jüngsten Strategen mit 37,9 Prozent.

“Neumodisches” wurde von alteren Anlegern eher verschmäht
Zertifikate und Optionsscheine wirkten eher auf die jüngeren Anleger magnetisch. Diese hatten von dieser Anlagenklasse 3,4 Prozent bzw. 0,8 Prozent im Depotbestand. Die älteste Anlegergruppe dagegen nur 2,6 Prozent bzw. 0,5 Prozent. Sichtlich hat die 60-Plus Generation den “guten alten” Anleihen (11,6 Prozent) sowie den Genussscheinen (1,3 Prozent) den Vorzug gegeben. Ihre Anteile waren am höchsten. Das Gleiche gilt für das gelbe Edelmetall. Wer als Anleger bereits die 70 überschritten hat, könnte zum “Krisen-Geld” Gold vielleicht eine persönliche Geschichte erzählen und schildern wie die Werte über die Währungsreform hinweg gesichert wurden.

Sehr unwahrscheinlich, dass sich die “Füchse” der über 60-jährigen alle bei der DAB Bank versammelt haben. Vielmehr gibt die Untersuchung ein Bild für die allgemeine Anlagenstrategie der unterschiedlichen Generationen wieder, auch wenn die DAB Bank darauf hinweist, dass diese Analyse nicht repräsentativ für die Gesamtbevölkerung ist. Der Wink mit dem Zaunpfahl sollte vor allem von der jüngeren Generation verstanden werden. Ab und zu mal sehen, wie es “die Alten” so handhaben.

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