Düstere Zeiten für Anleger und Sparer – Zinsen eher runter


Die Europäische Zentralbank sowie die Federal Reserve tendieren inzwischen wieder zu einer Absenkung der Zinsen anstatt zu einer kürzlich in Aussicht gestellten Straffung der Geldpolitik. Düsterer Zeiten für Sparer und Anleger.

Es bleibt nur noch die Möglichkeit für mehr Öl ins Feuer

Eurokrise

Der Wettlauf um mehr Zeitgewinn

Mit dem Fortgang des Jahres 2019 wird das Umfeld für Sparer immer schwieriger. Sahen Marktexperten und Analysten noch kurz vor Ende des vergangenen Jahres den Silberstreif am Horizont stets größer werden, so sind diese Stimmen nun vollends verstummt. Ein Gros dieser Propheten rechnete mit Zinsanhebungen durch die Europäische Zentralbank (EZB) noch in diesem Jahr. Kein halbes Jahr später rätseln die gleichen Leute, ob und wie weit wohl die nächste Zinsabsenkung ausfallen könnte.

Die EZB selbst legte bei ihrer letzten Ratssitzung fest, dass es vor dem zweiten Halbjahr 2020 zu keiner Zinsanhebung kommen werde. Dazu bekräftigte die Euro-HÜterin die gegenwärtigen Pläne einer weiteren Runde des TLTRO-Programms. Frisches Geld im Milliardenumfang als Kredite für Banken zu äußerst günstigen Konditionen. Derzeit in Aussicht sind 10 Basispunkte über den „Leitzins“, also 0,1 Prozent.

Gleichzeitig unterboten die 10-jährigen Bundesanleihen ihre bisherigen Minusrekorde. Wohin man auch blickt. Es geht abwärts anstatt aufwärts. Ebenso auch die jüngste Inflationsentwicklung in der Eurozone. Nach 1,7 Prozent im April lag die jährliche Inflationsrate im Mai 2019 bei 1,3 Prozent. Also völlig entgegengesetzt der von der EZB gesetzten Ziele. Tatenlosigkeit führt zu nichts, eine Zinsanhebung würde das lodernde Finanzfeuer wie nach einem Schwall Wasser in Rauch und Dampf aufgehen lassen. Also bleibt nichts anderes übrig, als weiterhin Öl ins Feuer zu gießen. Eine Zinsabsenkung scheint daher wie vorprogrammiert.

„Konventionelle“ Sparer können daher ihre Zinsträume weiter träumen und auf eine Erfüllung in ferner Zukunft hoffen. Die Mechanismen lassen eine Straffung der Geldpolitik erst gar nicht (mehr) zu. Öffentliche Hand und Unternehmen sind zusammen noch mehr verschuldet als vor der sog. Finanzkrise. Höhere Kosten durch gestiegene Kreditzinsen würde eine Welle der Pleiten auslösen. Die gleiche Situation ist auch in Übersee vorzufinden, sogar in einem weitaus größerem Ausmaß als im Euroraum. Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) ist ebenfalls vom selbst erklärten Pfad der Tugend abgewichen und stellt statt Anhebungen nun eher Zinssenkungen in Aussicht.

Sämtliche nun noch eingeleiteten finanzpolitischen Maßnahmen garantieren lediglich den weiteren Ausbau der Fallhöhe.

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