Erwartete Zinserhöhung wird Sparer kaum betreffen


Niedrige Zinsen und eine etwas höhere Inflationsrate erfreuen den Staatshaushalt, jedoch nicht den Sparer. Die Bundesregierung geht von einem Ende der Niedrigzinspolitik durch die EZB in mittelfristiger Zeit aus. Für die Sparer und Anleger läuten deswegen noch längst nicht die „Glocken der lukrativen Zeiten“.

Höhere Renditen für Anleihen werden wahrscheinlich „kompensiert“

Staatskasse

Ende der Niedrigzinspolitik erhofft?

Ist es Hoffnung, eine Ankündigung oder schlichte Erwartungshaltung? Die Konjunktur in Europa werde anziehen und folglich könnten die Zinsen dem „Tal des Jammers“ langsam entkommen. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) rechnet lt. Informationen des Spiegels mit einem Ende der Niedrigzinspolitik innerhalb absehbarer Zeit.

Die Europäische Zentralbank (EZB) könne die Leitzinsen schon bald anheben, so lautet zumindest die Annahme der Bundesregierung.
Die Staatsschuldenkrise nehme ab und die Konjunktur lege zu. Von der EZB erwarte man nun einen „aktiven Beitrag“, um der Niedrigzinspolitik ein Ende zu bereiten.

Die um Finanzminister Schäuble versammelte „Expertise“ geht lt. dem Spiegel von höheren Belastungen für den Staatshaushalt aus. Steigende Zinsen zögen höhere Kosten für die Kredite nach sich. Für zehnjährige Bundesanleihen werden Zinssteigerungen auf über zwei Prozent erwartet. Dank der derzeit niedrigen Zinsen (ca. 1,5%) für Anleihen mit zehn Jahren Laufzeit wird der Staatshaushalt relativ gering belastet. Der Bundeshaushalt wird nach den Berechnungen des Finanzministeriums im Jahr 2014 um rund 4,3 Milliarden Euro weniger Zinsen ausgeben als noch im vergangenen Jahr.

Sparer und Anleger können diesen „Wink“ als ein Signal verstehen, dass der letzte Rettungsring noch nicht aufgegeben wurde. Viel Geduld ist noch erforderlich, bis die Zinsen – wenn überhaupt – wieder in den Bereich der positiven Renditen ansteigen. Dabei darf die gegenwärtige Inflation jedoch nicht mit in die Höhe genommen werden.

Deutlich höhere Ausgaben durch steigende Renditen würden der Sparpolitik der Bundesregierung zuwider laufen. Die extrem niedrigen Zinsen und leicht höhere Inflationsrate nagen am Schuldenberg der Staatskasse und nehmen es gleichzeitig den Sparern. Die „Fantasie“ der Politik scheint grenzenlos, wenn es darum geht, die aufgehenden Lücken mit zusätzlichen Abgaben „über zwei Ecken“ zu kompensieren.

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Bild: CC0 1.0 Universell

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