Euroraum Inflation spiegelt EZB Hilflosigkeit wider


Die im Mai 2019 erneut abgesunkene Inflationsrate innerhalb des Euroraumes spiegelt die ausweglose Situation der Europäischen Zentralbank im Rahmen ihres Mandats zur Stabilisierung des Euros wider.

Inflation sinkt trotz Billionen-Programme weiter ab

Eurokrise

EZB versucht sich erneut im Zeitgewinn

Sämtliche von der Europäischen Zentralbank (EZB) eingeleiteten Maßnahmen zur „Stabilisierung“ des Euros und dem Erreichen des anvisierten Inflationsziels von knapp 2 Prozent scheinen bisher keine Wirkung gezeigt zu haben. Null- und Negativzinsen sowie Billionen-schwere Anleihekäufe sorgten nur für einen vorübergehenden kurzfristigen Anstieg der jährlichen Inflationsrate in den Bereich von 2 Prozent und sogar etwas darüber hinaus.

Doch dieser Anstieg ist vielmehr dem einzelnen Faktor Energiepreise, insbesondere der Rückkehr der Rohölnotierungen aus ihrer Talsohle zu verdanken als den Auswirkungen der geldpolitischen Sondermaßnahmen der EZB. Dies zeichnet sich nun anhand der aktuellen Entwicklung der jährlichen Inflationsrate ab. Im Mai 2019 rutschte die Quote der Preissteigerungen auf 1,2 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahres-Monat ab. Im Monat zuvor lag die jährliche Inflationsrate noch bei 1,7 Prozent und dies obwohl der Preisanstieg bei alleiniger Betrachtung des Energiesektors im Mai bei 3,8 Prozent lag. Die Energiepreise haben also nach wie vor starken Einfluss auf die Entwicklung des Preises des gesamten virtuellen Warenkorbes.

Freudentänze allenfalls für die Finanzmarktteilnehmer

Grund zum Jubeln hatten allenfalls die aktiven Teilnehmer an den Finanzmärkten. Das Anleihekaufprogramm der EZB umfasste immerhin ein Volumen von rund 2,6 Billionen (!) Euro. Dieses Geld schuf die Eurohüterin aus dem Nichts, überschüttete damit die Emittenten und übernahm die Risiken in selbst zugeteilter Vertretung der Steuerzahler innerhalb des Euroraumes. Die massiv erhöhte Liquidität und die durch Nullzinsen extrem verbilligten Kredite ließen den Kreislauf des fiktiven Geldes weiterhin fließen. Das grundlegende Problem bleibt aber weiterhin unberührt in der Schublade liegen. Schuldgeld sowie Zins und Zinseszins. So gewann die EZB allenfalls Zeit und übte sich als Dealer für einen immer mehr in Abhängigkeit geratenen Finanzmarkt. Das unvermeidliche Resultat dieser Geldpolitik droht nun schneller an die Oberfläche zu kommen, als es den „Ökonomen“ der EZB lieb sein dürfte. Billige Kredite sorgten für eine höhere Verschuldung der Unternehmen sowie zahlreicher Länder.

Anleger bzw. Investoren erwarten dennoch ihre Ausschüttungen aus Zinsen und Dividenden, stets ansteigend im Bezug zum Vorjahr. Dies könnte vielleicht noch eine Zeit lang so weitergehen, bis eben die bereits mehrfach nach oben gesetzte Schwelle wieder erreicht ist. Beschleunigend wirkt auf jeden Fall eine nachlassende Konjunktur und ganz besonders einen Rezession. Hoch verschuldete Unternehmen sind auf steigende Gewinne angewiesen, um ihre Refinanzierungskosten zu stemmen, bzw. die Gläubiger befriedigen zu können. Kredite vergebende Banken befinden sich somit selbst im immer höher schaukelnden Boot des Ausfallrisikos. Ein unter Druck geratene Firma kann entweder nur durch neue Kredite am Leben gehalten werden oder muss eben Insolvenz anmelden. Der Gläubigerverzicht setzte automatisch ein. Offenbar setzen die „Euro-Retter“ auf eine weitere Anhebung der Schwelle. Die EZB plant für den kommenden Herbst eine dritte Auflage des TLTRO-Programms. Milliardenkredite zum „Nachschmeißpreis“ für Kreditinstitute, die diese Gelder wiederum zu günstigen Konditionen an Unternehmen vergeben können.

Das Schuldenproblem ist damit noch lange nicht gelöst. Im Gegenteil, es wird nur noch weiter eingeheizt und das Nachsehen hat der Sparer. Dieser muss im Gegensatz zu den Finanzmärkten mit überwiegend fiktivem Kapital sein Geld für die hohe Kante durch den Einsatz seiner Arbeitskraft und Schaffung realer Werte erst verdienen. Erst das was nach dem Abzug durch Steuern, Abgaben und den Lebenshaltungskosten noch übrig bleibt, könnte auf ein Sparkonto landen. Zu diesem Punkt hatten die Euro-Retter mit der „Hilfe“ für Zypern und dem „Bail-In“ bereits eine Generalprobe gestartet, wie Sparer am besten bei der Rettung eines privaten Kreditinstituts ihren (unfreiwilligen) Beitrag leisten können.

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