BoS nimmt Festgeldzinsen wieder Stück weit aus dem Wind

So “daneben” lag der letzte Bericht über die Zinsänderungen zum Festgeldkonto der Bank of Scotland nicht. Die Überschrift “..aus dem Fugen geraten” erhält mit dem heutigen Tag sogar noch eine Bestätigung.

Bank of Scotland

Die letzte Anpassung im Juni?

Eines ist so gut wie sicher. Aus den derzeitigen Festzinsänderungen durch die BoS wird sich auch in der Zukunft kein regelmäßiges Wellenmuster entwickeln. Die Zinsmärkte bewegen sich trotz Kräuselungen auf der Oberfläche tendenziell bergab.

Bank of Scotland hat offenbar mit der Zinsanhebung Mitte Juni dem Konkurrenzdruck den Vortritt gelassen. Eine Anpassung an den Marktzinsvorgaben war der Vorgang gewiß nicht.

Der Markt drückt jedoch unaufhörlich weiter und bewegte die Bank of Scotland dazu, den gepushten Festgeldzins wieder etwas zurecht zu stutzen. Immerhin sind trotz Abstriche über die gesamte Laufzeitbandbreite die letzten Anhebungen nicht neutralisiert worden.

Fakten und Zahlen:
Die Zinsabstriche zum 16. Juni 2012 bewegen sich zwischen -0,1% und 0,2%. Das Mittelfeld mit 3 und 4 Jahren Laufzeit müssen am Meisten Einbüßen. Mit den zwei Endpunkten, erhalten Anlager zur 1-jährigen Laufzeit ab heute 2,6% (statt 2,7%) und für die 5-jährige Festlaufzeit noch 3,4% (statt 3,5%) Zinsen (jeweils jährliche Zinsauszahlungen).

Die gute Nachricht “im Hintergrund”
Die Inflation unterschritt im Mai wieder die 2-Prozent Marke. Im Zeitrahmen der vergangenen 3 Monate eine positive Entwicklung. Wie lange das Pendeln um die 2% noch funktioniert, bestimmt mehr oder minder die EZB anhand ihrer Entscheidungen, durch welche weiteren Maßnahmen den PIIGS-Ländern beigestanden werden könnte.

Kurzes trumpft
Langfristige Anlagen werden für immer mehr Anleger zu einem heißen Eisen. Die “Kompromisslösung” dürfte sich auf 1-jährige Anlagen hinauslaufen. 2 Jahre wollen immer weniger Sparer risikieren, solange die (reale) Entwicklung der Euro-Zone im Dunkeln liegt. Eine 6-monatige Festzinslaufzeit rentiert erst, wenn der Zins wirklich deutlich über Tagesgeld-Niveau liegt. Letzteres bietet mehr Flexibilität und das wird gerne durch etwas geringere Renditen in Kauf genommen.

1 Jahr Festgeld rentieren bei der Bank of Scotland mit 2,60%. Bei angenommener Stabilität der Teuerungsrate entspricht die Realrendite nach 12 Monaten immerhin noch plus 0,6%. Bescheiden ausgedrückt: “Keine Negativ-Renditen, sogar deutlich über der 0”.

Vor dem Hintergrund der Erbsenzählerei darf aber nicht übersehen werden, dass BoS keine Mindesteinlage zur Festgelderöffnung verlangt. Dazu kommt die jüngst verlängerte Startgeld-Aktion für das Tagesgeldkonto (jetzt bis 06.08.2012). Wer das Festgeld der BoS eröffnen möchte, fängt ohnehin mit der Tagesgeldanlage (Verrechnungs- bzw. Referenzkonto) an. Ebenfalls ohne Mindesteinlage, kostenlos und inkl. 30,- Euro Startgeld.

Wer gerne Erbsen zählt, wird sich bestimmt ausrechnen, wie hoch der äquivalente Prozentsatz zu 30,- Euro Bonus gegenüber der geplanten Anlagensumme wäre. Je nach Sparsumme könnte da eine Nachkommastelle herauskommen, die den einen oder anderen Kunden veranlasste, die Bank zu wechseln.

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