Festgeldschwund – Was ist bei Bank of Scotland los?


Die Bank of Scotland setzt nach nur einen Tag die Reduzierungsmaßnahmen fort nimmt mit sofortiger Wirkung die 3-jährige Festzinslaufzeit heraus.

Gestern erst schnitt BoS zur Festgeldanlage die 1- und 2-jährigen Laufzeiten komplett ab und reduzierte die Zinssätze zu den 4- und 5-jährigen Laufzeiten. Die “Unversehrtheit” der 3-jähigen Anlage konnte noch als die gute Nachricht herausgestellt werden, aber ab heute ist diese Variante eine reine Makulatur.

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BoS Festgeldkonto

Die 36-monatige Festgeldlaufzeit wird ab dem 23. August 2012 von der Bank of Scotland an Neukunden nicht mehr angeboten. Betrachtet man sich die aktuelle Zinsstaffel der Bank of Scotland, ist vom ursprünglichen Bild nicht mehr viel übrig geblieben. Es gleicht einem “genadelten Tannenbaum”.

Für Neukunden stehen lediglich 48 und 60 Monate Anlagenlaufzeit zur Verfügung, immerhin noch mit dem Zinssatz, der gestern von der BoS festgelegt wurde.

Der erneute massive Eingriff in die Festzinsanlage kam überraschend, zumindest für die Öffentlichkeit. Offenbar war sich das Management der Bank of Scotland zu den gestrigen Festzinsanpassungen über eine bestimmte Situation noch nicht im Klaren.

Die Spekulation, dass die 3-jährige Festgeldlaufzeit in den letzten Monaten besonders “bluten” musste und gestern deshalb verschont blieb, geht nicht mehr auf. Sie scheint bereits am seidenen Faden gehangen zu haben. Der Rest war mit einem einfachen Schnitt schnell erledigt.

Erwartet Bank of Scotland heftige Turbulenzen in den kommen Wochen, oder sogar bereits in Tagen? Die “Mutter”, Lloyds Banking Group, steht im Fadenkreuz der Libor-Skandal Ermittler. Es ist nicht auszuschließen, dass sich im “Hintergrund” Details herausstellten, die ggfs. mit etwas Verzögerung an die Öffentlichkeit geraten könnten.

Das Festgeldangebot gilt für den deutschen Markt. Zum dritten Mal in Folge kann sich der Fiskus über den Verkauf 2-jähriger Staatspapiere zum Null-Zins in Millardenhöhe erfreuen. Diese Umstände bieten natürlich sichtlich schlechte Umstände, um innerhalb des Anlagenzeitraums “vernünftige” Zinsen anbieten zu können. Der Ausstieg aus den kurzfristigen Festgeldanlagen könnte auch in der bisher einmaligen Zinssituation begründet sein.

In den nächsten Tagen, spätestens bis Mitte September werden die Gleise für die Euro-Zukunft gestellt werden. Wahrscheinlich ist bis dahin so manch offen gebliebene Frage auch schon beantwortet worden.

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