Basiskonto für Jedermann teils viel zu teuer


Das Basiskonto für Jedermann ist inzwischen durch. Die Banken gestalten die Kosten für ein Girokonto allerdings teils äußerst “kreativ”. Manche Angebote seien schlicht zu teuer. Verbraucherschützer raten zum Vergleich der Angebote, denn die Kunden haben das Recht, ihre Bank selbst auszusuchen.

Basiskonto kann mitunter viel zu teuer sein

Vorsorge

Geld sparen mit richtigem Girokonto

Verbraucherschützer begrüßen die Einführung des “Basiskontos für Jedermann”, kritisieren allerdings so manche “kreative” Preisgestaltung der Banken. Vereinzelte Girokonten mit dem grundlegenden Service für Einzahlungen, Abhebungen, Überweisungen und Daueraufträge seien schlicht überteuert. So vergab die Verbraucherzentrale Bremen der Bremischen Volksbank die “Goldene Nase” für ein Girokonto, bei dem der Kunde “im schlimmsten Fall bis zu 350 Euro für sein Konto pro Jahr zahlen” muss, so Annabel Oelmann von der Verbraucherzentrale im Gespräch mit DeutschlandFunk.

Am Markt variierten die Preise im Bundesgebiet aufgrund der Preisgestaltung enorm. Überwiegend im Online-Bereich gebe es noch wirklich kostenlose Girokonten, wie beispielsweise DKB, ING-DiBa und andere Anbieter. Die Kosten für ein Basiskonto für Jedermann gingen aber hin bis zu sehr hohen Pauschalpreisen plus einzelne Posten für Buchungen. Besonders für den Kundenkreis, die oft finanziell nicht gut aufgestellt sind oder Sozialleistungen beziehen, ist es wichtig, auch im Bereich Girokonto Geld einzusparen, und der Vergleich lohnt sich, so Oelmann.

Ohne ein Girokonto geht heute fast gar nichts mehr. Alltägliche Bereiche wie Lohnerhalt, Miet- und Rechnungszahlungen oder der Empfang von Sozialleistungen werfen ohne ein Girokonto die Existenzfrage auf.

Die Konsumenten haben heute ein Recht auf ein Basiskonto für Jedermann. Damit haben sie auch das Recht, zu verschiedenen Kontoanbietern zu gehen. Wichtig sei: “Man muss sich im Vorhinein informieren, Preise vergleichen und dann für sich das Optimale heraussuchen”, so die Verbraucherschützerin. Gerade im Filialbank-Bereich gibt es “wirklich Riesenpreisunterschiede”. Das betrifft vor allem die Kunden, die mit dem Online-Bereich nicht sehr viel anfangen können.


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