Bundesbank verteidigt Notwendigkeit Girokonto-Gebühren


Die Deutsche Bundesbank springt für die Banken in die Bresche und verteidigt die vermeintliche Notwendigkeit von höheren Gebühren für Girokonten. Die Kunden müssten bereit sein, einen angemessenen Preis zu bezahlen. Dabei scheut die Bundesbank nicht mal die Anführung eines selbst „aufgedeckten“ Irrtums.

Girokontogebühren waren vorher nur nicht sichtbar

Banken

Banken erleiden Zinsnachteile und Kunde muss angemessenen Preis bezahlen

Die Zeiten der wirklich rundum kostenlosen Girokonten, ohne jegliche Voraussetzungen oder Bedingungen, ist vorbei. Meist ist es ein regelmäßiges Einkommen in einer bestimmten Mindesthöhe, die ersten den Modus „kostenlos“ aktiviert. In Zeiten der „normalen“ Zinsen war bei den Online-Angeboten das kostenlose Girokonto ebenfalls normal. Nun gehört für die Girokontoführung ein Entgelt zum Alltag und dies war eigentlich schon immer der Fall, so die Deutsche Bundesbank. Letztendlich müsse eine jede Bank zusehen, wie sie an ihre Gewinne kommt und der bisherige Löwenanteil aus Zinserträgen ist aufgrund der EZB-Geldpolitik weitläufig abgebrochen.

Die eingefahrenen Zinsgewinne der Banken bildeten sich aus der Differenz zwischen den für vergebene Kredite verlangten Zinsen und den für Spareinlagen weitergegebenen Zinsen. Mit dieser Marge finanzierten die Kreditinstitute ihren Geschäftsbetrieb, so die Bundesbank. Heute werfen die Margen kaum etwas ab. Die Banken fuhren im Schnitt 1,72 Euro pro 100 Euro „verliehenem Sparguthaben“ ein und dies war im Jahr 1990. Heute liege der Gewinn bei weniger als 1 Euro. Daher seien die Banken zu Handlungen gezwungen, um so drohende Verluste zu vermeiden.

Zu diesen Maßnahmen zählten u.a. Schließungen von Filialen und Anhebung von Gebühren. Dies werde allerdings als ungerechtfertigt kritisiert und sei aus der Sicht des Kunden auch verständlich. Dennoch „bezahlten“ die Kunden bisher faktisch den vermeintlich kostenlosen Service anhand ihrer Einlagen, „die weiterverliehen wurden“. Diese Zeiten seien nun mal vorbei. Heute seien die Einlagen viel weniger wert als noch vor Jahren und bereiteten den Banken sogar Kosten, da diese ihre Gelder zu Negativzinsen bei der Notenbank hinterlegen müssen.

Erkenntnis: Girokonten kosten Geld

Lt. Bundesbank führe kein Weg an der Erkenntnis vorbei, dass Girokonten Geld kosteten, so wie jede andere Dienstleistung auch. Eine weitere Anhebung der Entgelte könne aus betriebswirtschaftlichen Gründen und aus der Sicht der Bankenaufsicht sogar notwendig sein. Vor Auswüchsen gegenüber dem Kunden sei der Verbraucherschutz zuständig.

Der Kunde sollte dazu bereit sein, einen angemessenen Preis zu bezahlen, denn stabile Banken gebe es nicht zum Nulltarif.

Kredite stammen nur aus Spareinlagen der Anleger?

Eine interessante These der Bundesbank ist die Darstellung, dass das Kapital vergebener Kredite aus den Einlagen der Sparer entnommen werde und die Marge daraus zusammen geschrumpelt sei. Dabei war es die Bundesbank selbst, die im Monatsbericht April 2017 mit dem hartnäckigen Irrtum aufräumte, dass offenbar keine anderen Wege zur Verfügung stünden, um aus vergebenen Krediten irgendeinen Gewinn zu erwirtschaften. Im Mittelpunkt des Monatsberichts standen die Rolle von Banken, Nichtbanken und Zentralbank im Geldschöpfungsprozess. Dort erklärt die Bundesbank ausführlich, dass es durchaus weitere Geldschöpfungsprozesse für die Kreditvergabe (aus dem Nichts) gibt und bekräftigte dieses Missverständnis klar und deutlich:


„Dies widerlegt einen weitverbreiteten Irrtum, wonach die Bank im Augenblick der Kreditvergabe nur als Intermediär auftritt, also Kredite lediglich mit Mitteln vergeben kann, die sie zuvor als Einlage von anderen Kunden erhalten hat.“

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