Finanztest: Dispozinsen noch immer viel zu hoch


Die Dispozinsen sind lt. Finanztest nach wie vor zu hoch. Die Banken greifen den Kunden bei Inanspruchnahme des Dispokredits trotz niedrigen Zinsumfeldes nach wie vor tief in die Tasche.

Hohe Dispozinsen werden wohl noch lange so bleiben

Sparer

Dispo ist schnell, bequem, teuer

Der schnelle und bequeme Kredit läuft bei sehr vielen Konsumenten “ganz einfach” über den Dispo- bzw. Überziehungskredit. Einfach mehr Geld abheben als der Kontoauszug als Guthaben hergibt. Zurückgezahlt wird in den kommenden Monaten und die Posten für die “Dispozinsen” werden oft nur nebensächlich zur Kenntnis genommen.

Ohne Zweifel. Der Dispo ist schnell und bequem, aber auch eben sehr teuer. Stiftung Warentest (Finanztest, Septemberausgabe) veröffentlichte die Ergebnisse einer aktuellen Untersuchung von 1.433 Banken und Sparkassen auf ihre verlangten Dispozinsen. “Zu teuer”, so das vereinfachte Resümee. Die Zinsen in der Eurozone, ganz besonders in der Bundesrepublik fielen auf Rekordtief-Niveau, aber die Kreditinstitute scheinen an ihre hohen Dispozinsen verbissen festzuhalten.

Finanztest ermittelte einen durchschnittlichen Dispozins von knapp unter 10 Prozent. Vor einem Jahr sah es noch sehr ähnlich aus, obwohl die Zinsen im gleichen Zeitraum noch deutlich weiter in den Keller fielen. Die Kunden müssen bis zu 13,75 Prozent für ihren “Überzugsbetrag” auf dem Girokonto bezahlen.

Die Direktbanken erwiesen sich im Vergleich zu den Filialbanken noch relativ bescheiden. Die Dispozinsen bei Internet-Girokonten liegen im Schnitt unter den Zinsen von reinen Bankfilial-Konten.

Sehr viele Girokontokunden scheinen den bequemen Zugriff auf den genehmigten Dispo-Rahmen zu favorisieren. Die Zinssätze für Konsumentenkredite fielen im Gegensatz zu den Dispo- und Überziehungszinsen sehr viel deutlicher ab. Dennoch greifen nur relativ wenige Girokonto-Kunden auf die Möglichkeit zurück, das überteuert überzogene Girokonto mit einem viel günstigeren Ratenkredit auszugleichen.

Die Girokonto-Kunden können sich getrost auf noch lang anhaltend hohe Dispozinsen einstellen. Kaum anzunehmen, dass die Banken ihre Zinsstruktur für das Girokonto den Marktgegebenheiten anpassen, während auf der anderen Seite Gebühren und Entgelte für die Finanzprodukte angehoben werden.

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