Gesetzliches Vergleichsportal Girokonten bis jetzt verpennt


Die Bundesregierung verpflichtete die Banken zu mehr Informationsauskunft an ihre Kunden über die tatsächlichen Kosten für das Girokonto. Zeitgleich wollte der Gesetzgeber ein „gesetzlich vorgeschriebenes“ Vergleichsportal für Girokonten auf die Beine stellen. Doch bis jetzt ist noch nichts davon zu sehen.

Andere verpflichten und selbst die Zeit verbummeln

Finanzkalkulation

'Gesetzliches' Vergleichsportal kann noch dauern

Der Gesetzgeber fordert von den Banken mehr Transparenz für die an die Kunden gerichteten Produkte und kündigte selbst an, für den unabhängigen Vergleich von Girokonten einen Vergleichsportal einzurichten. Forderung und Ankündigungen sind erlassen, aber selbst hat die Bundesregierung noch nichts umgesetzt. Konsumten sollten nach großer Verheißung bereits seit Oktober 2018 über einen gesetzlich vorgeschriebenen (!) Vergleichsportal verfügen, so die Frankfurter Allgemeine Zeitung (Freitag). Doch davon nur lediglich Ansätze bis jetzt.

Bei der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) war es keine Problem, diese EU-Richtlinie pünktlich zum 25. Mai 2018 an den Start gehen zu lassen. Schließlich nahm man das Datenschutz-Paket aus Brüssel entgegen, klebte ein anderes Etikett drauf und fertig.

Bei der Umsetzung der EU-Richtlinie für den Verbraucherschutz im Bezug auf Girokonten wird’s bzw. macht es die Bundesregierung es komplizierter. Anstatt ein Girokontovergleichsportal selbst auf die Beine zu stellen will man diese Aufgabe an ein Unternehmen vergeben, so FAZ. Nun gebe es auch noch das Problem, dass sich bis jetzt niemand gefunden habe, wer die Anbieter prüft und auch entsprechend zertifiziert.

Die Bundesregierung hat die Banken dazu verpflichtet, ab dem 31. Oktober 2018 ihre Kunden einmal pro Jahr über die Gesamtkosten des laufenden Girokontos zu informieren. Zu den einzelnen Posten gehören u.a. Kontoführungsgebühren, Entgelte für Geldtransfers und Zinsen für den Dispo. Der 31.10. galt eigentlich auch für den Start des Vergleichsportals. Doch „warum einfach, wenn’s kompliziert auch gehen könnte.“

Was ein Girokonto kosten könnte, oder wo’s noch günstiger geht, können Sie hier erfahren.


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