Gewerbetreibende brauchen ein Firmen Girokonto – Kostenunterschiede

Das Firmenkonto von der Stange passt nicht für jeden Unternehmer

Mit Sicherheit sind bereits einige “ehemalige” Privatpersonen nach der Shop-Eröffnung im Internet in die Falle getappst und wollten das bisherige private Girokonto “einfach so” für die generierten Umsätze verwenden. Es kann durchaus möglich sein, dass diese Konstellation einige Monate gut gegangen ist. Am Beginn eines Internetshops bleibt die Kunden- und Bestellerflut noch aus. Bis die ersten Bestellungen eintrafen und die Rechnungen überwiesen wurden, können ein paar Wochen vergehen.

Gewerbliche Kontoumsätze lassen sich nicht verstecken

Sollte der Internetshop wie erhofft Anklang finden, sind Ausgaben und Einnahmen auf den Kontoauszügen sehr sichtbar. Zwischen den laufenden privaten Fixkosten wie Miete, Strom, Gas, etc. können gewerbliche Umsatzposten nicht mehr “versteckt” bleiben. Der Bank oder Sparkasse wird das ebenfalls auffallen. Die hausinterne Software für Kontoabrechnungen und -monitoring gibt der Verwaltung entsprechende Hinweise auf auffällige Unregelmäßigkeiten. Ein weitere Blick verrät die gewerbliche Nutzung des Privatkontos ganz schnell.

“Höfliche” Banken werden den Kontoinhaber anschreiben, auf die AGB’s hinweisen und darum bitten, entweder das gewerbliche Treiben über das Privat Girokonto einzustellen, oder wahrscheinlicher, bitte sogleich ein separates Gewerbekonto zu eröffnen. “Unhöfliche” Banken setzen den Privatkunden vor die Türe.

Privat geführte Girokonten haben in der Regel Umsätze im moderaten Bereich. Die monatlichen Fixumsätze bilden sich meist aus den Rechnungen, Daueraufträgen und Einzügen von Energieversorgern, Telefon-Providern, Miete, usw. Dazu gelegentliche Bezahlungen für Bestellungen, Urlaubstickets, etc. Ein Gewerbe erzeugt in der Regel erheblich mehr Umsätze auf einem Girokonto. Die angebotenen Konditionen für ein Privatkonto werden durch den Aufwand für ein Firmen Girokonto überfordert.

Aus diesem Grund sind Firmen Girokonten in aller Regel kostenpflichtig. Kontogebühren fallen u.a. an für jeden einzelnen Posten (Geldeingang, Geldausgang) und monatlichen Entgelten. Unterschiedliche Abrechnungsverfahren werden u.a. für eingehendes Geld per Überweisungsauftrag und per Bareinzahlung am Bankschalter vorgenommen.

Wer als Gewerbetreibender das neue Firmen Girokonto bei seiner bestehenden Hausbank zum Privatkonto eröffnen möchte, hat Glück, wenn unterschiedliche Kontomodelle wählbar sind. Oft bieten Banken oder Sparkassen ein pauschales Gewerbekonto an, mit fixen Grundgebühren und Einheitspreise für jeden getätigten Umsatz. Bareinzahlungen können noch mit Aufschlägen berechnet werden.

Das Firmen Girokonto kann teuer und günstig zugleich sein – Gewerbearten

Ein pauschales Firmen Girokonto “von der Stange” ist jedoch nicht für jeden Unternehmer, Freiberufler und Selbstständigen gleich gut geeignet. Der Internet-Shop Betreiber wird in den seltensten Fällen die bezahlten Rechnung bar auf das Firmenkonto einzahlen. Umgekehrt verlangen Geschäftsinhaber eines Kiosks kaum eine Einzugsermächtigung vom Käufer einer Tageszeitung. Ein einziges starres Girokonto-Modell kann nicht jedem Gewerbetreibenden gleich gerecht werden. Internetshop-Betreiber fahren in jedem Fall günstiger, falls Bareinzahlungen ein erhöhtes Entgelt hervorrufen. Der Kioskverkäufer hat mit der ggfs. verwendeten “Geldbomben-Methode” das Nachsehen, wenn die Tageseinnahmen bar bei der Bank hinterlegt werden.

Commerzbank Businesskonto

Commerzbank Business Konto

Drei verschiedene Modelle zum Firmen Girokonto für Gewerbetreibende bietet die Commerzbank an. Die Unterschiede zu den Gewerbekonten sind in den Abrechnungen der getätigten Umsätzen zu finden. Gewerbetreibende können bei der Commerzbank zwischen Business Aktiv-Konto, Aktiv-Plus-Konto und Komfort-Konto wählen.

Commerzbank stellt für Gewerbebereiche passende Firmenkonten bereit

Bereits der erste Blick auf die unterschiedlichen Konditionen der Commerzbank Firmenkonten verrät die Zielgruppen.
Das Business-Aktiv-Konto mit geringer Grundgebühr (5,90 Euro mtl.) und günstigen Kosten für beleglose Buchungen (9 ct./Buchung) sowie moderatem Entgelt für beleghafte Buchungen (99 ct./Buchung), bewegt sich in der “goldenen Mitte” als Allround Firmenkonto.

Das Commerzbank Business Aktiv-Plus-Konto dagegen hat zwar einen angehobenen Grundpreis (13.90 Euro mtl.), dafür sind beleglose Buchungen kostenfrei. Die beleghaften Buchungen werden ebenfalls mit je 99 Cent pro Buchung verrechnet. Ein geeignetes Konto z.B. für den Internet-Shop Betreiber. Von Kunden überwiesene Rechnungen verusachen keine Buchungskosten.

Das Commerzbank Business Komfort-Konto stellt die passenden Konditionen für den “Offline-” Shopbetreiber bereit. Zum Firmen Girokonto fallen monatliche Grundgebühren in Höhe von 8,90 Euro an. Beleglose Buchungen kosten dem Kontoinhaber 19 Cent pro Buchung und beleghafte Buchungen werden mit nur 59 Cent pro Buchung verrechnet.
Als Beispiel würde der Kioskbesitzer und seine täglichen Bareinzahlung mit dem Commerzbank Business Komfort-Konto am Günstigsten fahren.

(alle Preisangaben Stand April 2012 – aktuelle Konditionen Commerzbank Firmen Girokonto
Beleglose Buchungen = Überweisungen, beleghafte Buchungen = Bareinzahlungen / Schecks)

Gewohnter Komfort verursacht nur geringe Aufpreise

Inhaber einer Firma und besonders die Gruppe der Einzelunternehmer benötigen gelegentlich Bargeld vom Firmen Girokonto, bzw. wollen Rechnungen bargeldlos begleichen. Zum jeweiligen Firmen Girokonto kann eine girocard-Maestro Card beantragt werden. Automatisch ist die Plastikkarte nicht enthalten, aber mit einer jährlichen Gebühr in Höhe von 7,50 Euro keine wirkliche Belastung. Darüber hinaus sind gewerbliche Ausgaben steuerlich absetzbar.

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