Grüne rügen BaFin für Vorgehen bei P&R-Pleite


Der Grünen-Finanzpolitiker Gerhard Schick kritisiert das Vorgehen der Finanzaufsicht BaFin für das Vorgehen bei der Insolvenz des Investment-Unternehmens P&R.

„BaFin schützte die Verantwortlichen“

Raubzug

Anleger hätten vorab geschützt werden können

Dicke Rüge für die deutsche Finanzaufsicht BaFin aus den Reihen der Grünen. Der Finanzpolitiker der Grünen, Gerhard Schick, kritisierte im Gespräch mit der Passauer Neuen Presse (Samstag) das Vorgehen der BaFin bei der Pleite der Investment-Firma P&R. Die Finanzaufsicht „hätte an mehreren Stellen hellhörig werden müssen“, so Schick. Eigentlich hätte die BaFin mit ihren bereits zur Verfügung gestellten Möglichkeiten die Anleger schützen müssen. Tatsächlich schützte sie die „Verantwortlichen des Unternehmens.“

Aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums ginge hervor, dass Finanzdienstleister und Banken für die Vermittlung der P&R-Finanzprodukte Provisionen kassierten. Die Vergütungen lagen demnach im Bereich von bis zu 5 Prozent der Anlagesumme. Eine in dieser Branche übliche Größenordnung, aber die Investitionen im Rahmen der P&R-Anlageprodukte bewegten sich in einer größeren Dimension. Die von den Vermittlern kassierten Provisionen fielen entsprechend hoch aus.

Die Anlagerberater hätten nach den vielen Hinweisen auf Probleme bei P&R stutzig werden müssen, so Schick. Der Grünen-Politiker fordert eine Anpassung des herkömmlichen Entlohnungssystems in der Finanzbranche. „Provisionen schaffen zwangsläufig falsche Anreize.“ Die Grünen wollen sich mit dem Ziel engagieren, dass die Produktanbieter keine Provisionen mehr ausschütten und Anlageberater über andere Wege vergütet werden.

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