IWF warnt vor Rekord-Schulden in Höhe von 152 Billionen USD


Die globalen Schulden stiegen auf eine neue Rekordhöhe. Noch nie war die “Welt so verschuldet” wie derzeit. Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht die Schuldenkrise als ganz und gar nicht gelöst.

Die Schulden sind global auf 152 Billionen Dollar angestiegen

Sparer Dilemma

IWF warnt vor Schulden und kneift bei der Wahrheit

Der Internationale Währungsfonds wirft derzeit einen Bericht nach den anderen heraus. Mit den Konjunkturausblick korrigierte der Fonds seine eigene Prognosen für die globale Konjunktur nach unten. Mit dem Blick auf die US-Wirtschaft erkennt der IWF in diesem und nächsten Jahr ein eingetrübtes Szenario. Es “rumpelt” also doch nicht so in der US-Wirtschaft wie es die Notenbank Federal Reserve (Fed) gerne ausmalt.

Nun folgte das Ergebnis nach dem Blick auf die globalen Schulden. Der IWF nannte den Schuldenstand von rund 152 Billionen US-Dollar. Das entspreche 225 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP). Vor 13 Jahren lag die Schuldenquote noch bei 200 Prozent.

Den größten anteiligen Schuldenberg häufte lt. IWF mit rund zwei Drittel der Gesamtschulden der Privatsektor an. Besonders stark seien seit der “Finanzkrise” die privaten Schulden in den Schwellenländern Brasilien und China angestiegen. In den USA sei der Schuldenberg im privaten Sektor dagegen abgetragen worden.

Die Schulden müssen steigen, weil es logisch ist

Das Ansteigen der Verbindlichkeiten ist nicht automatisch einer verantwortungslosen Haushaltsführung im privaten wie auch im öffentlichen Sektor geschuldet, wobei dies vor allem beim Zweitgenannten ebenso eine gewichtige Rolle spielt.

Im Prinzip ist es ganz einfach zu verstehen, warum die Schulden zwangsläufig ansteigen müssen, da es rein mathematischen Gesetzen folgt. Woher kommt das Geld? Es wird von den Kreditinstituten aus dem Nichts geschaffen, wenn ein Kredit aufgenommen wird, fertig. Die Bank verleiht das Geld aus dem “Nirgendwo” und verlangt dafür Zinsen. Woher kommt das Geld für die Zinsen? Durch die Aufnahme eines nächsten Kredits, da dieses Geld auf keine andere Weise in den Umlauf kommt. Zu allem Übel kommen auf die Zinsen auch noch Zinsen, also Zinseszinsen. Die ausstehenden Zinsen werden den Schulden oben draufgepackt.

Eine angetriebene Spirale, die sich selbst noch beschleunigt. Zeichnet man eine Kurve für dieses Geldsystem, dann erhält man eine Exponentialfunktion. Zuerst steigt es relativ flach an und ab einer Stelle, je nachdem wie hoch die durchschnittlichen Zinsen gerade liegen, steigt die Kurve plötzlich steil an und nähert sich immer mehr der Senkrechten. Das ist übrigens auch der Grund für den “Heiligen Gral Wirtschaftswachstum”. Die Wirtschaft muss ständig weiter wachsen, da die dynamisch angetriebenen Zinsgelder aufgebracht werden müssen. Dabei reichte es nicht einmal aus, jedes Jahr das gleiche Wachstum zu erreichen. Es müsste eigentlich jedes Jahr mehr werden, damit der Exponentialkurve gefolgt werden könnte.

Mehr Wirtschaftswachstum erreicht man z.B. durch eine erhöhte Produktivität, Mehrarbeit und weniger Lohn. Bei der Rekord-Export-Wirtschaft der Bundesrepublik sind alle Möglichkeiten zur Anwendung gekommen. In den vergangenen Jahrzehnten schritt die Technologie beständig in großen Schritten vor. Zig Maschinen wurden gebaut und Produkte auf den Markt geworfen, die das Leben der Menschen “noch einfacher” gestalten sollten. Doch wie sieht die Realität aus? Mehr Menschen müssen länger und für weniger Geld arbeiten. Die von den arbeitgebernahen Ökonomen und Instituten gern verschwiegene gesteigerte Produktivität ist überwiegend als Profit von den Konzernen eingestrichen worden. Von einer Anteilnahme der produktiven Arbeitnehmer ist fast nichts zu sehen. Dafür werden die Menschen nach dem Erreichen des ohnehin ansteigenden Rentenalters mit immer weniger Rente abgespeist.

Menschen und Maschinen sind allerdings Grenzen gesetzt. Die erzwungene Steigerung der Produktivität kann der Zinskurve nur bis zu einem gewissen Bereich folgen. In der Phase des senkrechten Anstiegs reißt der Faden allerdings ab. Mehr geht nicht und die Zügel der Schulden müssen los gelassen werden.

Wenn der IWF vor den Folgen des auf Rekordniveau angestiegenen Schuldenbergs warnt, dann ist das lediglich ein scheinheiliges Spiel, aber kein Beitrag zur Wahrheit.

Tarifomat24.de

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