Aufschwung bei Kreditzinsen setzte noch nicht ein


Von der kürzlichen Aussicht auf wieder ansteigende Zinsen innerhalb eines überschaubaren Zeitrahmens ist derzeit nicht viel übrig geblieben. Die US-Notenbank zögert bei ihrer Fortsetzung der Zinsstraffung und die EZB schiebt den möglichen Zeitraum für Zinsanhebungen weiter nach vorne. Die Kreditzinsen könnten im Jahr 2019 somit nicht nur stabil bleiben, sondern sogar wieder fallen.

Die Einleitung der niedrigen Zinsen kam quasi aus „Übersee“

Abschwung

Der Zinsaufschwung lässt noch auf sich warten

Für Kreditnehmer könnte das Jahr 2019 nicht nur ein weiteres Jahr der niedrigen Zinsen bleiben, sondern sogar noch ein Jahr von erneut fallenden Zinsen. Die insgeheime Vorreiterin des internationalen Notenbanken-Geschehens, die US-Zentralbank Federal Reserve (Fed), leitete im Dezember 2008 mit ihren Programmen „Quantitive Easing“ die Dollar-Überschwemmung der Märkte und die Absenkung der Leitzinsen ein und stoppte nach der Abarbeitung mehrerer Stufen letztendlich im Oktober 2014. Die Europäische Zentralbank (EZB) startete Mitte 2015 ein ähnliches Programm im Rahmen von umfangreichen Anleihe-Ankäufen. Dieser Part der „geldpolitischen Sondermaßnahmen“ wurde erst zum Jahreswechsel 2018 „bis auf Weiteres“ beendet.

Die bisherigen „Erfolge“ der EZB-Geldpolitik bestehen aus nach wie vor extrem niedrigen Zinsen und von der Schuldenlast noch nicht (ganz) erdrückte Euro-Mitgliedsländer im südlichen Raum. Für die Sparer ein Desaster, für Kreditnehmer dagegen Zeiten der günstigsten Finanzierungen.

Im Jahr 2018 schien auch die Strategie der steigenden Inflation aufzugehen. Die jährliche Teuerungsrate bewegte sich im Bundesgebiet bei teils sogar deutlich über 2 Prozent. Doch inzwischen kristallisiert sich klarer heraus, dass die Preise des virtuellen statistischen Warenkorbs massiv von den gestiegenen Energiepreisen angetrieben wurden. Ein Stagnieren der Energiepreise reichte bereits aus, um im Versatz von einem Jahr für eine entsprechend niedrige Teuerungsrate zu sorgen. Nun zögert die Fed mit weiteren Zinsanhebungen und die EZB scheint ebenfalls ins Grübeln zu kommen, ob es Sinn mache, die erste Zinsanhebung vielleicht doch erst weit nach 2019 hinaus zu schieben.

Es gibt viele Anzeichen für anhaltend niedrige Kreditzinsen

Anfang 2019 fällig gestellte Deutsche Staatsanleihen („Bundesschatzbriefe“) rentierten teils noch immer im negativen Bereich. Das Renditeprofil mit Weitblick bis zum Jahr 2043 zeigt gerade mal ein Plus von rund 1 Prozent an. Ein starkes Indiz für eine noch länger anhaltende Phase der Niedrigzinsen. Die ersten Kreditanbieter reagierten offenbar bereits auf die zögerliche Haltung der EZB durch Absenkung der Kosten für ihre angebotenen Kredite. Die Postbank schraubte für ihren Privatkredit zu Beginn Februar den Einstiegszins von 2,49 auf 1,99 Prozent p.a. eff. nach unten. Auch nicht gerade ein Anzeichen von einer erwarteten Straffung der EZB-Geldpolitik. Da der Kreditmarkt ein stets hart umkämpftes Gebiet ist, wurden wohl in erster Linie aufgrund der angebotenen Konditionen der konkurrierenden Kreditanbieter die Konsequenzen gezogen. Zinsen im Bereich von weniger als 2 Prozent sind nämlich keine Ausnahme, wie der aktuelle Kreditvergleich zeigt. Bei „hervorragender“ Bonität ist der Ratenkredit von der SWK Bank derzeit ab 1,80 Prozent p.a. und von der Bank of Scotland für 1,87 % p.a. zu haben.

Bei derlei Aussichten besteht für die womöglich geplante Kreditfinanzierung somit keine „größtmögliche Eile“. Zumindest bleibt die notwendige Zeit für die Vorbereitungen und dazu gehören lt. dem Kreditratgeber von netzkredit.com u.a. die möglichst genaue Kalkulation der benötigten Kreditsumme, die wirtschaftliche Tragfähigkeit für die Tilgung und nicht zuletzt die Suche nach dem möglichst günstigsten Darlehen. Zeitdruck ist bei der Kreditsuche generell ein schlechter Ratgeber, denn schnell könnten ein paar wichtige Details für den reibungslosen Verlauf der gesamten Kreditlaufzeit übersehen werden.


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