Warnungen vor Überhitzung des Immobilienmarktes


Die Ökonomen-Stimmen über eine Überhitzung des Immobilienmarktes in Deutschland werden immer lauter. Während vermögende Investoren lediglich den richtigen Zeitpunkt abpassen müssen, kann sich der Familienvater mit der Immobilienfinanzierung handfeste Probleme einhandeln.

Niedrige Bauzinsen rechtfertigen nicht überzogene Immobilienpreise

Immobilie

Immobilienmarkt droht zu überhitzen

Der Immobilienmarkt in Deutschland steuert offenbar auf eine handfeste Überhitzung zu. Deutlich anziehende Immobilienpreise sind längst nicht mehr nur in Großstädten zu beobachten, sondern auch in den Vororten und sogar darüber hinaus.

Eine Überhitzung des Immobilienmarktes birgt die große Gefahr eines plötzlichen Wertverfalls. Das bedeutet in der Regel auch das Aus für die angestrebte Altersvorsorge. Extrem niedrige Bauzinsen wirken darüber hinaus sehr verlockend. Ein Fehltritt kann jedoch zu Jahrzehnte andauernde Konsequenzen führen.

Für die vermögenden Anleger mag das Thema “angehend überhitzter Immobilienmarkt” derzeit kaum ein Thema sein. Man kauft sich eine Immobilie als Kapitalanlage, ärgert sich ggfs. darüber, nicht schon früher eingestiegen zu sein, und passt möglichst den Moment des Zenits ab, um das “Betongold” mit kräftigen Renditen einen Nachfolgebesitzer zu übergeben.

Der normale Arbeitnehmer jedoch muss mit Argusaugen darauf achten, sich trotz historisch niedriger Bauzinsen mit dem Erwerb einer Immobilie nicht in die Nesseln zu setzen. Hier steht nicht die Kapitalanlage im Vordergrund, sondern das gesicherte Eigenheim für die Familie.

Zeichen für einen überhitzten Immobilienmarkt seien bereits deutlich erkennbar und die Europäische Zentralbank (EZB) liefert den Brennstoff dafür. Der Chef-Ökonom der Commerzbank, Jörg Kramer, warnte vor einer Immobilienblase und sieht die EZB als Initiator für einen überhitzten Immobilienmarkt. Zur Deutschen Presse-Agentur sagte Kramer: “Über mehrere Kanäle facht die EZB die Häuserpreise in Deutschland an”. Immer mehr Verbraucher entschieden sich für den Kauf einer Immobilie und die niedrigen Zinsen für klassische Geldanlagen treiben die Investoren in alternative Kapitalanlagen. Die anziehenden Immobilienpreise versprechen hohe Renditen.

Nicht alle Marktbeobachter und Ökonomen schließen sich der Ansicht Kramers an und sprechen von einem überfälligen Nachhol-Effekt im Immobilienmarkt. Die Preise seien in den vergangenen Jahren unverhältnismäßig schwach angestiegen und nun finde ein Ausgleich statt.

Überhitzten Immobilienmarkt aus dem Weg gehen

Die Baufinanzierung ist in diesen Monaten so günstig wie noch nie. Die letzte geldpolitische Entscheidung der EZB wird ebenfalls nicht ohne Folgen bleiben. Strittig ist jedoch die Frage, ob die Banken die höhere Strafzinsen (-0,4%) bei der EZB durch Aufschläge auf die Immobilienkredite ausgleichen, oder dem auf 0% abgesenkten Leitzins folgen.

Wer angesichts der angehend überhitzten Immobilienmarktes dennoch an die Finanzierung seiner eigenen vier Wände denkt, wäre wohl gut beraten, sich von den rasanten Preisentwicklungen in den Ballungsgebieten fernzuhalten. Das schnelle Abstoßen einer Immobilie kurz vor dem Platzen einer Blase ist in der Regel weder Ziel, noch überhaupt möglich. Bereits heute können die Immobilienpreise in Städten wie Berlin und München als “recht überzogen” dargestellt werden. Niedrige Bauzinsen rechtfertigen allerdings nicht überzogene Finanzierungssummen.

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