Kurze Trendwende in der Inflation: Juni 2019 bei 1,6 %


Im Juni 2019 scheint in der jährlichen Inflation eine zwischenzeitliche Trendwende eingesetzt zu haben. Die Preissteigerungen im Bundesgebiet lagen im Schnitt bei 1,6 Prozent. Die EZB wird dennoch an ihren Plänen festhalten wollen.

Liquidität muss wieder einmal angehoben werden

Konjunkturanstieg

Jährliche Inflation zwischenzeitlich wieder angestiegen

Die Entwicklung der Preissteigerungen in den Monaten Mai und Juni 2019 scheinen einen zwischenzeitlichen Richtungswechsel eingeleitet zu haben. Nachdem die jährliche Inflation (Verbraucherpreisindex) im Mai auf 1,4 Prozent (April 2,0 %) abrutschte, berechnete Destatis für Juni einen vorläufigen Wert von 1,6 Prozent. Eurostat meldete für den Monat Mai 2019 eine jährliche Inflation von 1,2 Prozent in der Euozone, während Zpyern (0,2 %), Portugal (0,3 %) und Griechenland (0,6 %) zu die niedrigsten Preissteigerungen vorwiesen.

Im Juni 2019 zogen im Bundesgebiet lt. Destatis vor allem die Preise für Energie (2,2 %) und dieses mal auch für Dienstleistungen (2,0 %) an. Die Preise für Lebensmittel lagen im Juni um 1,2 Prozent höher, die für Waren um 1,4 Prozent.

Von einem langanhaltenden Aufwärtstrend bei „Stabilität“ im Bereich von knapp 2 Prozent Inflation in der Eurozone geht die Europäische Zentralbank (EZB) offenbar nicht aus, sofern diese Wunschmarke überhaupt das Motiv für die angekündigten Interventionen in den Finanzmärkten sein sollte. Eher deuten massive Liquiditätsprobleme der Banken und Unternehmen auf die bereits in Erwägung gezogene Zinsabsenkung und die geplante TLTRO-Geldschwemme (billige Kredite an Banken) hin. Der bereits vorhandene Schuldenberg samt Zinsen will refinanziert werden und dies fiele bei einer abflauenden Konjunktur um so schwerer. Deshalb kann auch eine Zinsanhebung „in naher bis mittelfristiger Zukunft“ so gut wie ausgeschlossen werden.

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