Negativ-Zinsen für Sparer & Bargeldabschaffung werden konkret


Für die Kunden der Sparkassen wird es langsam konkret. Strafzinsen auf die Guthaben der privaten Anleger werden nicht ausgeschlossen. Im Klartext: Sie werden bald Realität sein. Der nächste Punkt auf der “Checkliste” wäre dann die Abschaffung von Bargeld.

Die “letzte Option” der Sparkassen tritt wohl früher ein

Bargeld

Negativzins wirkt nur ohne Bargeld

Georg Fahrenschon, Chef des Sparkassenverbandes, schließt Strafzinsen auf die Guthaben der Privatanleger nicht aus. Man wolle zwar die Kunden mit kleineren und mittleren Einkommen und Vermögen vor Negativ-Zinsen schützen, aber ein kostenfreies Girokonto werde es bald bei keiner Bank mehr geben.

Zur BILD sagte Fahrenschon: “Ich erwarte, dass es in einigen Jahren praktisch nirgendwo mehr kostenlose Girokonten geben wird.” Das kostenlose Nutzen der Bargeldautomaten solle für die Konsumenten jedoch dauerhaft gelten.

Erst vor wenigen Wochen erklärte der Sparkassenverband, dass die Einführung von Strafzinsen als die “letzte Option” aller Möglichkeiten gelte. Ein Ausschluss von Einführung der negativen Sparzinsen war dies ohnehin schon nicht.

Ein Negativ-Zins bedeutet für die Sparer nichts anderes als der Bank einen Zins zu zahlen anstatt einen Guthabenzins zu erhalten. Die Sparkassen seien darum bemüht, die Folgen der EZB-Geldpolitik mit einer neuen Gebührenstruktur aufzufangen. Angesichts der Pläne der Euro-Notenbank dürfte die “letzte Option” bald zum Zuge kommen.

Bargeld dürfte ein jähes Ende finden

Wenn nach Einführung von Negativ-Zinsen auch der bisher hartnäckigste Sparer sein Konto abräumt und das Bargeld lieber unterm Kopfkissen versteckt, könnte das Thema “Bargeldverbot” sehr schnell wieder eine Renaissance erfahren. Die Vertreter der großen Notenbanken sprachen es in der vergangenen Woche bei ihrem gemeinsamen Treffen ungeniert aus. Wenn die Pläne der künftigen Geldpolitik aufgehen sollen, muss das Bargeld von der Bildfläche verschwunden sein.

Bargeld wird im Namen der “Terror- und Kriminalitätsbekämpfung” in “Angriff genommen” werden, egal ob es sich um das derzeit einzige gesetzliche Zahlungsmittel handelt oder nicht.


Tarifomat24.de

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