Negativzinsen für Privatkunden – Premiere bei Deutscher Skatbank


Die Deutsche Skatbank übernimmt die Premiere der geltenden Negativzinsen für Geldeinlagen der Privatkunden. Hohe Einlagebeträge auf dem Tagesgeldkonto und Girokonto werden ab dem 01. November 2014 mit -0,25% verzinst.

Ein “Ausreißer” oder ein Beispiel was Schule macht?

Raubzug

Negativzinsen: Premiere von Skatbank

Die Folgen der Niedrigzinspolitik im Euroraum haben nun eine weitere Stufe erreicht. Negative Zinsen, oder auch “Strafzinsen” bzw. “Geldanlagegebühren” für Kunden werden zum ersten Mal Realität. Die Prognosen so mancher Ökonomen, “die Banken werden den Negativzins nicht durchreichen”, sind somit widerlegt.

Die Premiere übernimmt die Deutsche Skatbank. Künftig müssen private Geldanleger mit einer hohen Einlage auf dem Tagesgeldkonto eine Gebühr entrichten, bzw. einen “Einlagenzins” bezahlen.

Ab dem 01. November 2014 gilt für eine Tagesgeldeinlage ab 500.000,- Euro ein Zinssatz von -0,25% p.a. Die gleichen Zinskonditionen gelten auch beim Girokonto für Guthaben ab dem sehr hohen Betrag von 2 Millionen Euro.

Ein Musterbeispiel, der Vorreiter, oder nur ein Ausreißer? Womöglich werden weitere Kreditinstitute dem Beispiel der Deutschen Skatbank folgen. Die Banken in der Eurozone sind von der Europäischen Zentralbank (EZB) im Überfluss mit Liquidität versorgt und jegliche Einlagerung von Kapital bei der EZB wird ebenfalls mit einem Zins von 0,20% “bestraft”.

Sämtliche Versuche der Europäischen Zentralbank, die Konjunktur in der Eurozone zu beleben, schlugen fehl. Die Geldschwemmen an die Kreditinstitute kamen in der Realwirtschaft nicht an und fanden eher Verwendung für die eigene Sanierung und Investitionen am lukrativen Finanzmarkt. Lediglich der “handliche” Negativzins fand nun doch den Weg bis zur Realwirtschaft, direkt an den privaten Endverbraucher.

Skatbank kommt dem “normalen” Kunden sogar entgegen

Die Maßnahmen der Deutschen Skatbank werden derzeit nur eine Minderheit der Kunden treffen. 500.000,- Euro als Tagesgeld oder gar 2 Millionen Euro auf dem Girokonto sind nicht gerade Größenordnungen, die sich sehr nahe am Durchschnitt bewegen. Die Skatbank kommt bei ihren Maßnahmen der Mehrheit der betroffenen Privatkunden sogar einen (kleinen) Schritt entgegen. Der ohnehin von Stiftung Wartentest 2014 ausgezeichnete niedrige Dispozins zum Girokonto wird am 01. November 2014 von derzeit 4,90% p.a. auf 4,80% p.a. abgesenkt.

Für die betroffenen Kunden sollten nun die letzten eigentlich unüberhörbaren Alarmglocken schrillen. Wer bis dato sein größeres Barvermögen auf eine Tagesgeldanlage parkte, wird in aller Regel schon seit Monaten reale Geldwertverluste hingenommen haben. Die Tagesgeldzins für hohe Einlagebeträge liegen im Bereich von 0,5% oder noch weniger. Für den Blick auf eine lukrative Kapitalanlage wird es allerhöchste Zeit.

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