Niedrigzinsen: Riester Bausparverträge haben an Glanz eingebüßt


Der Glanz der Riester Bausparverträge ist aufgrund der extrem niedrigen Zinsen bereits kräftig eingetrübt worden. Die Vorteile der staatlichen Zulagen gehen in weiten Bereichen durch mickrige Renditen verloren. Alternative Kapitalanlagen in Verbindung mit einer gewöhnlichen Baufinanzierung könnten der bessere Weg sein.

Staatliche Zulagen bleiben beim Riester Bausparer das einzig große Plus

Kalkulation

Alternativen zum Riester Bausparer prüfen

Der “Virus Niedrigzins” breitet sich über beinahe jede Geldanlage aus und schreckt auch nicht vor Altersvorsorge-Produkte zurück, über die der Staat die “schützende Hand” gelegt hat. Die Lebensversicherer benötigten inzwischen zum eigenen Schutz die andere Hand des Staates. Die jüngste Reform der Lebensversicherungen soll angesichts der widrigen Finanzmarktverhältnisse für mehr Stabilität in der Branche sorgen.

Zinsflaute auch in der Kombination Eigenheim plus staatliche Zulagen. Die Riester Bausparverträge bleiben vor den Auswirkungen der Finanzkrise und der von der Europäischen Zentralbank (EZB) verabreichten Medizin nicht verschont. Im Rahmen einer aktuellen Untersuchung von Riester Bausparverträgen durch Öko-Test (9/2014) stand zwar der Vergleich der Angebote im Mittelpunkt, aber der gemeinsame Nenner aller Riester-Bausparer findet sich in den mickrigen Renditen wieder.

Das große Plus zu den Riester Bausparverträgen bilden die staatlichen Zuschüsse. Das eindeutig klare Minus besteht aus den bei den Untersucherungen festgestellten Zinsen zwischen 0,10 und 0,25 Prozent für das angesparte Guthaben.

Ein üblicher Bausparer setzt sich aus einer anfänglichen Ansparphase mit einer anschließenden Finanzierung zusammen. Der Bausparer kann sich zwar die derzeit niedrigen Zinsen für die Immobilienfinanzierung sichern, aber Angesichts der kümmerlichen Guthabensverzinsung könnte ein alternativer Weg über die gewöhnliche Immobilien- bzw. Baufinanzierung die bessere Entscheidung sein.

Zinsen für Riester Bausparverträge können noch weiter fallen

Für ein weiteres Absinken der Renditen sprechen auch die derzeitigen Aussichten auf die Zinsentwicklung im Euroraum. Die EZB ist durch die geringe Inflationsrate von 0,3% im August 2014 verstärkt unter Druck geraten. Weitere Interventionen in Form von Kapitalflutung der Finanzmärkte werden voraussichtlich weitere Zinssenkungen nach sich ziehen. Hier könnte der potenzielle Bausparkunde mit einer Kapitalanlage und den weit höheren Renditeaussichten gegensteuern.

Zahlreiche Anbieter scheuten die Untersuchungen der aktuellen Riester Bausparverträge und machten um Öko-Test einen großen Bogen. Lt. des Fachmagazins verweigerten sie schlicht die Teilnahme. Die große Zurückhaltung wirft auf die Bausparer nicht gerade ein vorteilhaftes Licht.

Ein Riester Bausparvertrag kann seine Stärken besonders dann entfalten, wenn die staatlichen Zuschüsse voll zum Tragen kommen. Die staatlichen Zulagen verkürzt die Ansparphase deutlich, bevor der Bausparkunde in die “Warteschleife” für die Kreditzuteilung eingereiht wird. Der Glanz eines Riester Bausparers hat jedoch aufgrund der niedrigen Zinsen generell kräftig nachgelassen.

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