Reichtum der Deutschen – Je nach Durchschnitt oder Median


Die Deutschen sind in den vergangenen Jahren reicher geworden. Diese Jubel-These gilt allerdings nur solange bis der Median-Strich gezogen wurde. Im Anschluss stellt die extrem ungleiche Verteilung eine jede Lobeshymne in den Schatten.

Der Unterschied zwischen 103.000 Euro und weniger als 26.000 Euro

Reichtum

Die ärmere Hälfte darf ruhig vom Durchschnitt träumen

Die gleiche Entwicklung, aber zwei völlig verschiedene Ergebnisse. Je nachdem welche statistische Methode angewendet wird, kommen zwei gegensätzliche Bilder zum Vorschein. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung Berlin (DIW) präsentierte das in den Händen der Bundesbewohner gehaltene Vermögen einmal mit dem angesetzten Durchschnitt und ein weiteres mal mit dem Median. Demnach sind die Deutschen nach Jahren der Stagnation ab 2012 wieder reicher geworden. Die Menschen ab einem Alter von 17 Jahren verfügten im Jahr 2017 im Schnitt um 22 Prozent mehr als fünf Jahre zuvor. Im Jahr 2012 konnte ein jeder Einzelne in dieser Altersgruppe fast 85.000 Euro sein Eigen nennen. Im Jahr 2017 wuchs dieses Vermögen auf fast 103.000 Euro an. Derartige Entwicklungen wären eigentlich ein Grund, um die Sektkorken knallen zu lassen.

Beim Ansetzen des Medians sieht die Lage jedoch völlig anders aus. Hier wird die Verteilung des Reichtums sichtbar. Mit dem Median wird ein virtueller Strich gezogen, der die Menschen in jeweils die Hälfte der Reicheren und Ärmeren teilt. Dieser Strich befindet sich für das Jahr 2017 bei 26.000 Euro. Somit besitzt eine Hälfte der Bundesbewohner weniger und die andere Hälfte mehr als diesen Betrag. Da der Durchschnittswert allerdings bei 103.000 Euro liegt, zeigt sich hiermit in der Verteilung die extreme Ungleichheit.

Derzeit besitzen die reichsten 10 Prozent mit einem Anteil von 56 Prozent mehr als die Hälfte des gesamten Vermögens. Die ärmere Hälfte der Menschen im Alter ab 17 Jahren verfügt dagegen nur über 1,3 Prozent des Vermögens. Extremer noch der Unterschied zur obersten Spitze der 1 Prozent mit 18 Prozent des Gesamtvermögens, die damit über ebenfalls so viel Geld verfügen wie die unteren 75 Prozent zusammengezählt.

Dennoch seien diese Zahlen nicht alarmierend, da sich diese Ungleichheit in den vergangenen Jahren nicht vergrößert habe. Die reichsten 10 Prozent konnten zwar ihr Vermögen weiter stark ausbauen, aber unterm Strich profitierten auch die Menschen mit weniger Vermögen. Die Ausnahme bildete lediglich die Gruppe, die über gar kein Vermögen verfügte und damit rund 15 Prozent aller Bundesbewohner, die auf der Strecke blieben.

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