Sparer werden 2016 kaum von der Anlagestrategie abkommen


Der Sparer Deutschlands dürfte auch im Jahr 2016 kaum von seiner Anlagenstrategie abkommen. Sicherheit zuerst, dann die Wertstabilität und irgendwann auch mal die möglichst hohen Renditen. Eigenschaften die den Wertpapieren an den Aktienmärkten so nicht angeheftet werden können.

Deutsche Sparer machen um Wertpapiere meist großen Bogen

Sparen

Safety first - Des Sparers liebste These

Die Chancen stehen nicht schlecht, dass die deutschen Anleger und Sparer im Jahr 2016 verstärkt auf die Möglichkeiten des Aktienmarktes zurückgreifen werden. Damit wäre zumindest die quantitative Seite abgehandelt. Qualitativ dürfte sich jedoch “traditionell” nur eine kleine Minderheit vom alt-geliebten Sparbuch, Tagesgeld– und Festgeldkonto abwandern.

Nach wie vor setzen die Bundesbürger mit ihren Sparanlagen auf Sicherheit, dann folgt die Rendite und “irgendwo dahinten” die Risikobereitschaft. Im internationalen Vergleich ist bei den deutschen Anlegern die Liebe zum Wertpapier noch immer stark unterkühlt. Die Skepsis überwiegt, so das Resümee von der Onlinebank comdirect im Rahmen des “Wertpapierradar Europa” im Jahr 2013. Damals wurden insgesamt 6.460 Personen in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden, Polen, Italien, Spanien und Schweden befragt. Immerhin landete Deutschland zum Thema “Zuneigung zum Wertpapier” als Kapitalanlage im Mittelfeld.

Ausgerechnet im vermeintlich kühlen Norden zeigten sich demnach die Schweden am Wertpapiermarkt besonders aktiv. Mit 65% handelte eine deutliche Mehrheit der Schweden bereits mit Wertpapieren.

In Deutschland geht Sicherheit vor Rendite, so eine im Dezember 2015 von Bank of Scotland veröffentlichte Studie. Demnach sprechen sich 86% der Sparer für den “sehr wichtigen” Schutz vor Verlusten nach einer Insolvenz der Bank aus. Danach folgt in der Rangliste der Sparer die Wertstabilität der gewählten Anlage. Relativ abgeschlagen dagegen ist die hohe Priorität der “möglichst hohen Renditen”. Lediglich 30 Prozent der Anleger halten den Maximalertrag für “sehr wichtig”.

Obwohl die EU-Politik mit dem winkenden Zaunpfahl auf ein “Wiederaufflammen” der eigentlich nie vergangenen Euro-Krise hinweisen, dürften die meisten Sparer Deutschlands an ihren gewohnten Anlagestrategien mit Renditen nahe Null festhalten wollen. Die sehr niedrige Inflation gäbe ihnen zwar recht, doch mit Erdöl, Erdgas und Sprit alleine kommt man nicht über die Runden. Die Preise für solche “Nebensächlichkeiten” wie Lebensmittel haben die Wunschzone von knapp 2% Teuerung im vergangenen Monat längst deutlich überschritten.

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