Statt Aktien: Hohe Rendite mit Kunstinvestitionen?


Die geringen Zinsen auf dem Kapitalmarkt bereiten vielen Sparern Kopfzerbrechen: Mit Aktien ist derzeit kaum Rendite zu erzielen, das klassische Sparbuch erzielt geringere Zinsen als zum Inflationsausgleich notwendig wäre und auch der Goldpreis gerät unter Druck. Ist die Investition in Kunst eine echte Alternative?

Gold mit negativer Prognose

Kunst

Kunst als attraktive Geldanlage

In unsicheren Zeiten legt die Bedeutung der Kapitalanlage Gold traditionell zu. Tatsächlich ist hier das Risiko eines Kaptalverlusts recht gering, ebenso kann aber auch keine nennenswerte Rendite erwartet werden. Finanzfachleute gehen davon aus, dass der Goldpreis im Laufe des Jahres sogar sinkt. Eine der Ursachen für diese Entwicklung ist die Tatsache, dass Goldgeschäfte zumeist in US-Dollar abgewickelt werden – die amerikanische Währung gewinnt derzeit aber wieder an Wert. Von diesem Problem ist auch der Silberhandel betroffen, der im Vergleich zum Klassiker Gold lange als Geheimtipp galt. Prognosen eines baldigen Preisverfalls machen das Edelmetall keinesfalls zu einer Empfehlung.

Kunst – Traumhafte Renditen möglich

Die Suche nach Alternativen lässt die Anlage in Kunst attraktiv erscheinen. In der Vergangenheit konnten hier beeindruckende Gewinne eingefahren werden, wenn bestimmte und bisher unbekannte Künstler plötzlich eine Wertschätzung durch den Kunstmarkt erfahren haben. Ein Bild des Düsseldorfer Fotografen Andreas Gursky wurde beispielsweise kürzlich für rund 3,5 Millionen Euro versteigert. Vor rund 30 Jahren fand das Werk noch für etwa 2.000 Euro den Weg in die Kunstsammlung der Deutschen Bank. Aber auch abseits solcher Superlativen kann Kunst als stabile und sichere Wertanlage angesehen werden. Die Investition bleibt also nicht nur bestehen, auch Wertsteigerungen erscheinen mehr als wahrscheinlich.

Experimente mit Gegenwartskunst bergen Risiken

Schwieriger wird es natürlich vor allem für Laien zu erkennen, wo genau Wertsteigerungen möglich sind. Fachleute bringen es dabei auf eine einfache Formel: Alles was derzeit nicht gefragt ist, ist potenziell unterbewertet – und könnte sich durch einen späteren Trend als lukrative Investition erweisen. Ganz konkret sind Meissner Porzellan, Biedermeier und Barock aktuell eher unbeliebt aber wertbeständig.

Bei Gegenwartskunst hingegen bestehen Risiken: Hier hat der Markt noch nicht gezeigt, welcher Wert sich wirklich halten wird. Abseits der in der Kunstbranche üblichen Trends, sind hier sogar erhebliche Wertverluste möglich. Außerdem sind in der Vergangenheit Fälle publik geworden, bei denen Künstler ihre Werke über Strohmänner selbst kauften, um einen Preisverfall zu verhindern. Im Gegensatz dazu hat die Kunstwelt ihr Urteil über Biedermeier bereits gefällt. Wichtig ist zudem natürlich, dass es sich um echte Kunst handelt, und nicht lediglich um Kitsch. Eine weitere Schwierigkeit für Nichtfachleute ist das Abschätzen eines marktgerechten Preises.

Häufig handelt es sich um Einzelstücke, sodass keine Bezugnahme auf vergleichbare Transaktionen möglich ist. Der Kunsthändler wird wiederum einen Verkaufspreis ansetzen, der ihm selbst als vorteilhaft erscheint. Unter anderem haben hierbei Kunstauktionen einen entscheidenden Vorteil: Die Preise entsprechen dem, was die Interessenten auch tatsächlich zu zahlen bereit sind. Auf diese Weise werden also echte Marktpreise gebildet. Online-Auktionshäuser wie Auctionata haben zudem noch den Vorteil, dass sie eine Auswahl offerieren können, die jene der meisten stationären Kunsthändler deutlich übertrifft.

Fazit: Konservativ investieren

So bleibt am Ende die Feststellung, dass die Investition in Kunst durchaus ein großes Potenzial hat. Insbesondere Laien kann aber nur geraten werden, eher konservativ in Objekte mit garantierter Werthaltigkeit zu investieren, die derzeit wenig gefragt sind. Experimente mit Gegenwartskunst und Newcomern sind eher Experten vorbehalten. Über eines sind sich aber alle einig: Die Kunstauktion ist dem Händler zumeist vorzuziehen.

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