Steuerzahlergedenktag ist nur Augenwischerei


Die Berechnung des jährlichen Steuerzahlergedenktages ist nur die halbe Wahrheit, wenn nicht sogar irreführend. Die Abzüge vom Ausgleich der eigenen Wertschöpfung hören nach dem Erhalt des Netto-Lohnes noch längst nicht auf.

Für Gebrauch versteuertes Einkommen werden weitere Steuern erhoben

Euro-Rechner

Berechnung tatsächlich übrig gebliebenes Wert-Äquivalent vom Einkommen ist tränentreibend

Der jährlich “zelebrierte” Steuerzahlergedenktag zeigt regelmäßig auf, wie lange die Arbeitnehmer im Durchschnitt für Steuern und Abgaben seines Einkommens arbeiten muss, um im Anschluss “nur noch” für sich selbst Werte zu schaffen. Im Jahr 2019 fiel der Steuerzahlergedenktag auf den 15. Juli und repräsentierte damit eine durchschnittliche Abgabenquote von 53,7 Prozent.

Allerdings steht der “Rest” wie so oft suggeriert nicht zur freien Verfügung. Es handelt sich ausschließlich um das tatsächlich Verbliebene nach den Abzügen, wenn damit nicht konsumiert wird. Für jeden Einkauf vom “frei Verfügbaren” fallen bereits wieder Mehrwertsteuer von 7 bzw. 19 Prozent an. Wird davon Kraftstoff bezahlt, dann werden erst Mineralölsteuer (Energiesteuer) fällig und dann erst die Mehrwertsteuer “on top”. Das Produzierende Gewerbe ist alles andere als schuldenfrei. Im Gegenteil. Die Schulden der Unternehmen stieg auch in den vergangenen Jahren beständig an. Wer Schulden begleichen muss, darf auch die Zinsen berappen und dieser Kostenfaktor wird “naturgemäß” auf den Verkaufspreis umgelegt. Unterm Strich erhält der Arbeitnehmer für seine Wertschöpfung nur einen Bruchteil von dem, was er selbst erzeugt hat.

Ein Kostenfaktor mit nur bedingtem Wert sind u.a. Versicherungen. Die Beiträge sind bis auf gewisse Ausnahmen im Bereich der Altersvorsorge vom Verbleib des ursprünglichen Brutto-Einkommens zu entnehmen. Im Bundesgebiet zahlt eine Familie pro Jahr im Durchschnitt knapp 4.700 Euro Versicherungsbeiträge, so das Finanzportal Check24. Gemäß der Zählweise des Steuerzahlergedenktages muss die durchschnittliche Familie für rund 40 Tage arbeiten. Zählte man das “komplette Paket” aus Mobilfunk, Internet, Energie, Versicherungen und Finanzen zusammen, dann käme die Familie bereits auf notwendige 72 Arbeitstage, um den finanziellen Aufwand dafür zu erwirtschaften. Damit kämen Steuern und Abgaben auf 6,5 Monate Arbeit für den Erhalt der vermeintlichen verfügbaren Einkommens und von den übrig gebliebenen 5,5 Monaten werden rund 3,5 Monate für die “laufenden Zahlungen” aufgewendet. Damit blieben 3 Monate Arbeit-Einkommen-Äquivalent übrig für z.B. Miete, Urlaub und nicht zuletzt Nahrungsmittel.

Kosten & Leistungen Rechtsschutzversicherung berechnen

Jetzt den kostenlosen Vergleichsservice nutzen:

Gesetzbücher

  • Umfangreiche Unterstützung im Rechtsstreit
  • Rechtsschutz für die gesamte Familie
  • Inklusive übersichtlichem Leistungsvergleich
  • Rechtsschutz kostenlos vergleichen und beantragen

Rechtsschutzbereich wählen, ein paar Daten, fertig. Online-Tarifvergleich.

Jetzt vergleichen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.