Überlegungen zu digitaler Bargeld-Alternative


Obwohl jegliche Bemühungen der Bargeldabschaffung in der Bundesrepublik auf großen Widerstand treffen, werden Überlegungen für digitale Alternativen angestellt. Auch hier steht allerdings das Interesse und der Schutz der Banken im Mittelpunkt.

Digitale Bargeld-Alternative dürfe nicht unbegrenzt zur Verfügung stehen

Bargeld

Bargeld-Alternative im Bundesgebiet nur schwer umsetzbar

Der Deutsche hält am Bargeld fest, wie auch jüngst Jens Weidmann, Präsident der Deutschen Bundesbank, im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung (SZ) (16.12.19) bekräftigte. Nach wie vor bezahlten rund zwei Drittel aller Konsumenten ihre Einkäufe im Laden mit Bargeld. Dennoch gebe es Überlegungen, das Bargeld durch Alternativen zu ersetzen. Allerdings sei man sich noch nicht darüber im Klaren, wie ein solches “digitale Äquivalent” gestaltet werden könne.

Weidmann betonte u.a. die Vorteile von Bargeld und ein Trumpf liege in der Anonymität und Unabhängigkeit von der Technik. Zwar gebe es den “digitalen Euro” schon, wie z.B. die Zahl auf dem Konto, aber dennoch seien bereits Ideen im Umlauf, die den Bezahlvorgang “intelligenter” machen sollen. So könnten z.B. Zahlungen automatisch ausgelöst werden, “wenn eine Ware fristgerecht durch den Zoll ist”, so der Bundesbankpräsident. Dennoch stellt Weidmann den Schutz der Banken in den Mittelpunkt jeglicher Überlegungen eines Bargeldersatzes, denn die digitale Alternative zu Bargeld dürfe nicht die sofortige und unbegrenzte Abhebung zulassen. In diesem Fall könne es “schneller zu einem Bank-Run kommen als mit Bargeld.” Am Ende stünden die Banken ohne Einlagen dar, sollten die Kontoinhaber ihre Kontoeinlagen per Knopfdruck abräumen. Bei einer solchen Alternative müsse der Betrag an gehaltenen digitalen Zentralbankgeld begrenzt werden.

An dieser Stelle wird wieder die Frage aufgeworfen, welchen Sinn es eigentlich hat, den Banken das eigene Geld zu überlassen, wenn das Guthaben zu null oder negativ verzinst wird, Kontogebühren anfallen und es im Extremfall gesperrt wird, wenn man als Teil des Gesamten das eigene Geld vom Konto abheben möchte. Wer überlässt seinem Bekannten das eigene Geld zur Aufbewahrung, wenn dieser ein Entgelt dafür verlangt und nicht dafür garantiert, den gesamten Geldbetrag auf Verlangen auch wieder herauszugeben?

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